Die Region Murau-Murtal droht ab April ohne Kinderpsychiater dazustehen. Im Landtag macht Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl nun wieder Hoffnung: Er drängt darauf, die Stelle doch abzusichern. „Ich erwarte mir eine rasche Lösung!“
Gerade einmal 13 Kinderpsychiater gibt es in der Steiermark. In den beiden Bezirken Murau und Murtal mit gemeinsam fast 100.000 Bewohnern droht mit April die einzige Kinderpsychiaterin der Region verloren zu gehen. „Die Stelle ist für uns schlichtweg nicht mehr leistbar“, erklärte Gernot Hilberger, fachlicher Geschäftsführer des Psychosozialen Netzwerks, bei dem die Ärztin aktuell noch angestellt ist, in der Vorwoche zur „Krone“. Hintergrund sei eine „äußerst heikle“ Kürzung des Gesundheitsfonds in der Sozialpsychiatrie.
NEOS-Abgeordneter Robert Reif thematisierte das am Dienstag im Landtag: Betroffene Kinder und deren Eltern müssten künftig wohl nach Leoben oder gar nach Graz ausweichen – teilweise eine Tagesreise. Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) fand in seiner Antwort relativ klare Worte: Die fünf für die Kinderpsychiatrie zuständigen Trägerorganisationen in der Steiermark hätten den Auftrag erhalten, trotz Einsparungen die Versorgung zu sichern. Vielmehr sollte zuerst in den Strukturen und in der Verwaltung gespart werden.
Klarer Auftrag erteilt
„Vier von fünf Trägern haben diese Prämisse erfüllt“, so Kornhäusl. Ein Träger habe das hingegen nicht im ausreichenden Maße getan. Es gab daher vor Kurzem ein Gespräch mit den Zuständigen im Gesundheitsfonds – dabei sei der klare Auftrag kommuniziert worden, eine lückenlose Versorgung für die Region Murau-Murtal zu sichern. „Ich erwarte mir eine rasche Lösung.“
Und falls es diese nicht gibt? „Dann müssen wir uns anderweitig umschauen“, so Kornhäusl.
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