Mit der ersten Erzeugergemeinschaft Österreichs schützt der Niederösterreichische Weinbauverband jetzt die heimischen Herkunftsbezeichnungen, damit sich Großkonzerne nicht die gehaltvollen Namen „unter den Nagel reißen“ können.
Die Europäische Union hat geschützte Ursprungsbezeichnungen, wie zum Beispiel „Wachauer Marille“ oder „Waldviertler Karpfen“ bereits vor einiger Zeit reglementiert. Laut Europäischem Weinbaugesetz sollen nun auch für den Wein geschützte Ursprungsbezeichnungen eingeführt werden, zum Beispiel „Qualitätswein Niederösterreich“ und dann weiter in die DAC-Gebiete hinein, wie eben „Weinviertel DAC“ oder „Wachau DAC“.
Herkunftsbezeichnungen weiterhin schützen
Die geschützten Bezeichnungen müssen aber von den Produzenten selbst verwaltet werden, wobei zu den Produzenten nicht nur die Weinbauern zählen, sondern auch Traubenproduzenten, Flaschenerzeuger und weitere Unternehmen in der Produktionskette. Erzeugervereinigungen sollen die geschützte Herkunftsbezeichnung demokratisch verwalten. Damit soll verhindert werden, dass sich Großkonzerne die geschützten Bezeichnungen einfach „unter den Nagel reißen“.
Nur Mitglieder dürfen mitreden
Mit der Gründung der Erzeugervereinigung Niederösterreich wurde nun die Basis für das Bundesland gelegt. Nun werden die Gebiete, wie etwa die Wachau, das Traisental, das Weinviertel und andere folgen. „Unsere Betriebe sehen das weitgehend positiv, denn wer mitreden will, muss nun auch Mitglied sein“, betont NÖ Weinbaupräsident Reinhard Zöchmann gegenüber der „Krone“.
Hannes Ramharter
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