Anders als im Sommer waren die Olympischen Winterdisziplinen aus Salzburger Sicht früh in weiblicher Hand. So manche Errungenschaft gelang nur Girl-Power, etwa Edelmetall in Cortina.
Lang war die Durststrecke im Sommer. Als sich Pistolenschützin Sylvia Steiner für die covidbedingt erst 2021 ausgetragenen Spiele in Tokio qualifizierte, avancierte sie zur ersten (!) Teilnehmerin aus Salzburg seit 25 Jahren. Umstände, an die sich zur kalten Jahreszeit in Salzburg fast niemand mehr erinnern kann. Letztmals gingen just bei der Heim-Premiere in Innsbruck ‘64 Winterspiele ohne Salzburgerin über die Bühne. Ausgerechnet dort gelang Rodler Manfred Stengl die erste Goldene (und bislang einzige Medaille in seiner Disziplin bis heute) fürs Bundesland überhaupt.
Halbes Feld, doppelte Erfolgsquote
Doch bereits damals standen eigentlich die Damen der Schöpfung im Fokus. Zieht man 1980 Zwischenbilanz, dann stellten Frauen in den ersten 13 Ausgaben zwar nur halb so viele Starter, holten mit sechsmal Edelmetall aber doppelt so viele Medaillen! Den Startschuss gaben ‘56 in Cortina Putzi Frandl (Silber) und Thea Hochleitner (Bronze) im alpinen Riesentorlauf ab. Den Reigen komplettierten Doppel-Silber ‘72 und Gold ‘80 für Jahrhundert-Skifahrerin Annemarie Moser-Pröll und Abfahrtssilber ‘76 für Brigitte Totschnig.
Stichwort Moser-Pröll: Bis zu Anna Veith 2018 hatte sie als einzige Salzburgerin die Ehre, die rot-weiß-rote Fahne bei der Eröffnungsfeier zu tragen. Nur diesen beiden war diese Aufgabe bislang vorbehalten. Mann durfte erst einer Hand anlegen – Sepp Bradl ‘52 in Oslo. Noch besser sah die Erfolgsbilanz dank Petra Kronberger ‘92 aus. Sie wurde zur ersten Doppelsiegerin. Doppel-Gold spült sie bis heute auf Platz eins der erfolgsreichsten Frauen.
Da war doch was
1994 stieg in Lillehammer die letzte (von bisher vier Ausgaben), bei der mehr Frauen dabei waren als Männer. Seit ‘88 haben sich die Relationen verschoben: Die Damen stellten um ein Drittel weniger Starter, holten halb so viele Medaillen (17). So auch zuletzt in Tokio, was nicht zuletzt an den „Adlern“ im Teambewerb lag. Doch wer aufmerksam ist, weiß: Cortina – da war doch was! Schon einmal hatten die Damen dort mit 2:0 nach Medaillen die Nase vorne.
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