Ohne Hilfe von Außen

1300 Kilometer alleine mit dem Rad durch Marokko

Tirol
24.01.2026 18:00

Der Student Lukas Forcher (26) aus Osttirol wagt sich im Februar auf ein ganz besonderes Abenteuer. Er fährt bei einem einwöchigen Rennen 1300 Kilometer alleine durch das Atlasgebirge in Marokko. Erfahrung bei solchen Unterfangen hat er bereits im Vorjahr gesammelt.

Rund 1300 Kilometer und dabei 25.000 Höhenmeter – so lauten die Eckpunkte des „Atlas Mountain Race“, das vom 6. bis zum 14. Februar im marokkanischen Atlasgebirge stattfindet. Das besondere dabei: Es handelt sich um ein nicht unterstütztes Radrennen.

Das bedeutet, dass die rund 300 Teilnehmer völlig auf sich alleine gestellt sind. Keine Verpflegungszonen, keine Hilfe bei Defekten. Der 26-jährige Osttiroler Lukas Forcher stellt sich diesem Abenteuer.

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In Marokko ist es zu der Zeit zwölf Stunden dunkel. Mit sieben Stunden Schlaf wird man es nicht schaffen.

Lukas Forcher

Schwierigkeiten meistern ohne die Hilfe von Außen
Die Herausforderungen sind dabei fast unzählig: „Es ist extrem schwer zu planen. Man kann nicht sagen, wie lange man für bestimmte Abschnitte braucht. Oft gibt es Hunderte Kilometer nichts“, schildert der angehende Volksschullehrer. Zudem kommen unterschiedliche Temperaturen, die am Tag bis zu 30 Grad und in der Nacht bis unter den Gefrierpunkt reichen.

Das Rennen muss bis zum Sonntag beendet sein. Da zur Hälfte auf Schotter gefahren wird und es viele Schiebepassagen oder Flussdurchquerungen gibt, muss viel in der Nacht gefahren werden, wie Forcher erklärt: „In Marokko ist es zu der Zeit zwölf Stunden dunkel. Mit sieben Stunden Schlaf wird man es nicht schaffen.“

Forcher präsentiert einen großen Teil seiner Ausrüstung für das Rennen.
Forcher präsentiert einen großen Teil seiner Ausrüstung für das Rennen.(Bild: Martin Oberbichler)

Apropos Schlaf: Nächtigen muss der begeisterte Radfahrer nicht zwingend im Freien. Aufenthalte in Hotels oder öffentlichen Unterkünften sind erlaubt. Auch Lebensmittel dürfen in Geschäften gekauft werden.

Vorbereitung läuft nicht nur am Rad
Die Vorbereitungen für das Abenteuer seines Lebens laufen. Im August erhielt er die Zusage, seitdem liegt der Fokus auf dem Rennen. Jede Woche sitzt er rund zehn Stunden am Rad bzw. der Rolle. Außerdem gilt es, die Ausrüstung vorzubereiten. Neben dem Rad und der Radbekleidung sind eine Schlaf- bzw. Regenausrüstung sowie ein Zelt oder ein Biwaksack verpflichtend. Dazu kommen weitere Kleidungsstücke, Akkus, Lampen, Ersatzschläuche oder weitere Radtools. „Gerade die Ausrüstung frisst viel Zeit und kostet Nerven“, gesteht der 26-Jährige und gibt Einblicke: „Man überlegt, was man noch testen oder brauchen könnte. Es gibt etwa die Frage, mit welchem Licht man fährt, ob mit Akku oder einem verbauten Dynamo.“

(Bild: Forcher)
(Bild: Forcher)
(Bild: Forcher)
(Bild: Forcher)
(Bild: Forcher)
(Bild: Forcher)

Grundsätzlich greift Forcher aber auch auf seine bewährte Ausrüstung zurück. Diese hat er bereits auf einer Bike-Packing-Tour im Vorjahr von Innsbruck nach Barcelona verwendet. In fünf Tagen durchquerte er die Alpen und saß täglich rund zwölf Stunden am Rad.

Sein Ziel ist klar: „Es ist mein erstes Rennen dieser Art, deshalb: Durchkommen!“ 2025 kamen nur gut 50 Prozent durch.

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