In einer neuen Folge „Message, Macht und Medien“ spricht die Primaballerina Liudmila Konovalova, erste Solotänzerin des Wiener Staatsballetts, über ihre Kunst und Identität. Über ihren Auftritt am kommenden Wiener Opernball, Schmerzen, die in ihrem Beruf zum Alltag gehören, ihr Heimatland Russland und den Ukraine-Krieg.
Der Opernball sei international einzigartig und ein wichtiges kulturelles Aushängeschild Österreichs, das auch neue Menschen für Ballett begeistern könne. „Alles glänzt, alles schwebt, alles tanzt“, so die Primaballerina.
Konovalova spricht aber auch offen über das harte Ballettleben: „Ich sehe meinen Körper als Instrument.“ Ein zentrales Thema ist die enorme körperliche und mentale Disziplin. Der Körper ist ihr Kapital, Verletzungen sind Teil des Berufs: „Unsere Ballettlehrerin hat immer gesagt: Wenn ein Tänzer aufwacht und keine Schmerzen hat, dann ist der Tänzer tot.“ Für die Primaballerina ist klar: „Es ist ganz normal, dass du Schmerzen hast. Es gibt normale Schmerzen – und es gibt gefährliche Schmerzen.“
In Bezug auf ihr Image beschreibt sie sich als jemand, der bewusst Maß hält: Qualität vor Quantität. Social Media sei Teil des Berufs, aber kein Selbstzweck: „Manchmal ist weniger besser als zu viel.“
Biografisch spricht sie über ihre russischen Wurzeln und ihr heutiges künstlerisches Zuhause in Wien und der Staatsoper. Kunst sei für sie übernational und verbindend, politische Fragen lehnt sie bewusst ab: „Ich bin keine Politikerin, ich bin Künstlerin. Und Kunst verbindet uns.“ Verbindet Österreich und Russland: „Ich fühle mich jetzt zu Österreich gehörig, weil mein Leben, meine Arbeit und meine Kunst hier sind.“ Die „russische Seele“ erklärt sie gerne mittels Tschaikowski: „Da hörst du gleichzeitig Glück und Tragödie“ – genau diese Mischung würde sie perfekt beschreiben.
Den ganzen Podcast zur Folge „Kunst, Köper, Kontrolle – Ein Blick hinter die Kulissen der Staatsoper“ können Sie hier anhören:
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