Wirbel in St. Pölten

Dauerparker in Ladezone: Kritik an Rathauspersonal

Niederösterreich
16.01.2026 05:45

Nur kurz halten darf man in der Begegnungszone in der Linzer Straße im St. Pöltner Zentrum. Aber: Gelten für Angestellte der Stadt andere Regeln? Das werfen immer mehr Autofahrer dem Magistrat vor.

Freie Stellflächen in der Kurzparkzone von St. Pölten in Niederösterreich sind vor allem direkt im Zentrum hart umkämpft. Jeder Parkplatz, der wegfällt, verschärft diese Situation naturgemäß. Gleich einige waren es, die im Zuge der Umgestaltung der Linzer Straße zur Begegnungszone gestrichen worden sind. Dort ist zwischen 7 und 18 Uhr nämlich nur mehr Halten erlaubt.

Viele „Elterntaxis“
Die Polizei kontrolliert diese seit Ende 2024 bestehende Regelung regelmäßig. Weil sich dort auch das Mary-Ward-Schulzentrum befindet, warten gerade in der Früh und zur Mittagszeit viele „Elterntaxis“. Strafen oder zumindest Aufforderungen, wegzufahren, wenn man nicht nur schnell Ein- oder Aussteigen lässt, stehen an der Tagesordnung.

Die Begegnungszone in der Linzer Straße gilt seit Ende 2024.
Die Begegnungszone in der Linzer Straße gilt seit Ende 2024.(Bild: Christian Krückel)

„Leider wird dabei mit zweierlei Maß gemessen“, ärgern sich jedoch immer mehr Autolenker. Denn gerade Fahrzeuge des Magistrats – das Rathaus befindet sich in unmittelbarer Nähe – würden straffrei oft mehrere Stunden dort stehen. Sie sind aufgrund des Stadtwappens an den Türen gut erkennbar. Hinter der Scheibe liegt zwar meist ein „Fahrzeug im Arbeitseinsatz“-Zettel, laut Polizei sei dieser aber kein Freibrief, um dort über die erlaubte Dauer hinaus zu parken. „Wir strafen auch diese Autos rigoros“, heißt es seitens der Stadtpolizei.

„Künstliche Knappheit ausgenutzt“
Die Realität dürfte aber mitunter eine andere sein. Denn immer wieder werden Magistratsautos für einen längeren Zeitraum ohne Strafzettel gesichtet. „Man schafft künstliche Parkplatz-Knappheit und nutzt diese dann schamlos aus“, wirft ein St. Pöltner dem Magistrat vor.

Detail am Rande: Die ursprünglichen Parkplätze für Magistratsmitarbeiter in einem Innenhof der Linzer Straße sind seit geraumer Zeit aufgrund einer Baustelle nicht nutzbar, offiziellen Ersatz würde es geben – halt etwas weiter weg.

Knappe Reaktion
Im Rathaus reagiert man nur knapp auf die Vorwürfe: „Parkende Fahrzeuge werden dem Magistrat gemeldet und jedes Mal an die Polizei weitergeleitet. Anzeigen sind nicht bekannt.“

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