Mehr Vollzeitarbeit

NÖ und OÖ jagen den „Gipfel“ der Industrie

Niederösterreich
14.01.2026 18:50
Porträt von Franziska Führer
Von Franziska Führer

Niederösterreich und Oberösterreich geben den Startschuss für eine  Industrie-Offensive: die Landeshauptleute und IV-Präsident Ochsner fordern nun Maßnahmen vom Bund, welche die heimische Produktion ankurbeln könnten. 

Beim heutigen Industriegipfel in Ybbs (Bezirk Melk) gaben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Kari Ochsner, Präsident der Industriellenvereinigung (IV) in Niederösterreich, den Startschuss für eine künftige Industrie-Offensive. Gemeinsam mit dem Land Oberösterreich wurde mit dem „Industriemanifest 2026“ ein Pakt zur gemeinsamen Verpflichtung für einen starken Industriestandort geschaffen.

 Mikl-Leitner fordert dafür etwa bis 2030 einen Industriestrompreis nach deutschem Vorbild. Eine Steuern- und Abgabensenkung soll bis 2027 erfolgen, ebenso wie ein Abbau der Bürokratie. Es müsse dringend Fahrt aufgenommen werden, betont die Landeshauptfrau: „Denn Zeit ist Geld und Geld ist Mangelware in der Industrie.“

NÖ und OÖ unterzeichnen Industriemanifest für die Stärkung des Industriestandorts Österreich
NÖ und OÖ unterzeichnen Industriemanifest für die Stärkung des Industriestandorts Österreich(Bild: IV NÖ/Christian Holzinger)
Zitat Icon

Jeder dritte Job in Österreich hängt von der Stärke der Industrie in den Bundesländern ab. Sie ist damit Fundament unseres Wohlstands.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

Die Industriellenvereinigung spricht sich auch bei dieser Gelegenheit für die Anhebung des Pensionsalters aus , und eine moderate Selbstbeteiligung im Gesundheitssystem. Wobei soziale Schwache von letzterer Forderung ausgenommen wären. Es sei außerdem „mehr als zumutbar“ wenn pro Woche statt 38, 5 Stunden 39, 5 Stunden gearbeitet wird. Dies würde das BIP im Land bereits um eine Milliarde Euro steigern und das gesamtwirtschaftliche Potenzial des Landes erhöhen.

Hebel liegt bei Bundesregierung
Ausgebremst werde die Industrie von Überregulierungen und zu hohen Steuern heißt es von allen Seiten beim „Gipfel“ in Ybbs. Der wirkliche Hebel, der für Veränderungen Sorgen könnte, sitze aber in der Bundesregierung. Neben dem deutschen Industriestrompreis bis 2030, brauche die geschächte Industrie auch eine Senkung der Lohnnebenkosten und einen Bürokratieabbau. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt