Nachtslalom

Deutsche hatten in Flachau die heißesten Plätze

Salzburg
13.01.2026 21:15

Egal ob mit Fahne, Kuhglocken oder Plakaten: Beim traditionellen Nachtslalom in Flachau fuhren die Skifans schwere Geschütze auf. Nicht so eine Männerrunde vom Niederrhein – sie verfolgte das Rennen lediglich im weißen Bademantel. 

Die Minusgrade beim Nachtslalom waren ihnen am Dienstagabend völlig egal! Simon Bossmann und seine Freunde haben sich für ihren Skiurlaub in Flachau in einem noblen Appartement eingebucht. Es hat eine luxuriöse Sauna im Dachgeschoss inklusive geräumiger Terrasse – und bietet einen guten Blick auf das Zielstadion. „Herrlich“, fanden das die Deutschen. Den Slalom verfolgten sie gemütlich in weißen Bademänteln.

Party-Sauna-Balkon. . .
Party-Sauna-Balkon. . .(Bild: Andreas Tröster)

Die restlichen Besucher mussten da deutlich hart gesottener sein. Katia, Lena und Kathrin etwa reisten extra aus der Schweiz an. „Wir sind um sechs in der Früh mit dem Bus losgefahren. Um Mitternacht geht es wieder retour“, meinten die Mädels. Mit ihren gelben Fahnen samt schwarzem Stier waren die Schweizerinnen der Blickfang. „Das ist die Fahnen von unserem Kanton Uri“, erklärte das Trio voller Stolz.

Katia, Lena und Kathrin hatten die auffälligsten Fahnen aller Fans.
Katia, Lena und Kathrin hatten die auffälligsten Fahnen aller Fans.(Bild: Andreas Tröster)

Mit Österreich-Fahnen im Gepäck fanden sich Valentina und Letizia Profeta im Zielgelände ein. Die beiden Schwestern waren unter den allerersten Fans im Stadion, konnten sich so die allerbesten Plätze sichern. „Es sind ja noch nicht wirklich viele Leute da“, mussten sie zunächst schmunzeln.

Mehr als 10.000 Fans jubelten den Stars zu
Pünktlich zum Start des ersten Durchgangs um 17.45 Uhr änderte sich das selbstredend. Weit mehr als 10.000 Fans ließen sich den traditionellen Nachtslalom auf der nach Skistar Hermann Maier benannten Weltcup-Strecke nicht entgehen. Sie gaben alles, peitschten die Läuferinnen nach vorn.

Sara Schnaitl bastelte für ihr Idol ein eigenes Plakat.
Sara Schnaitl bastelte für ihr Idol ein eigenes Plakat.(Bild: Andreas Tröster)

Längst nicht jeder Besucher drückte den rot-weiß-roten Starterinnen die Daumen. Sara Schnaitl aus Maria Alm etwa hatte für US-Star Mikaela Shiffrin ein Plakat gebastelt. „Beim Einfahren habe ich sie gesehen. Leider ging sich kein Autogramm aus“, sagte die Pinzgauerin.

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