Intensive Phase

Bei eisiger Kälte ins brandheiße Wahlkampf-Finale

Niederösterreich
09.01.2026 06:30

SPÖ hat die Intensivphase des Gemeinderatswahlkampfes eingeläutet: Mitten am Herrenplatz hat Bürgermeister Matthias Stadler bei eisigen Temperaturen betont, dass St. Pölten das rote Herz in NÖ bleiben soll. Auch die anderen Parteien erhöhen die Schlagzahl.

Sichtlich gut gelaunt und mit zahlreichen Spitzen gegen die Oppositionsparteien im Gepäck eröffnete Matthias Stadler vor Dutzenden Sozialdemokraten aus weiten Teilen des Landes die heiße Phase der Gemeinderatswahl. Es gehe gerade in Zeiten wie diesen um Stabilität und nicht um Chaos. „Vor Schwarz-Blau schütze uns daher das Wahlergebnis“, betonte Stadler auf der Bühne eines Lkw am Herrenplatz. „Wir gehen dorthin, wo Politik hingehört, auf die Straße – egal ob es kalt ist, regnet oder die Sonne brennt“, schilderte er in Anbetracht der frostigen Temperaturen.

Dutzende Sozialdemokraten waren am St. Pöltner Herrenplatz, um Bürgermeister Matthias Stadler zu ...
Dutzende Sozialdemokraten waren am St. Pöltner Herrenplatz, um Bürgermeister Matthias Stadler zu unterstützen(Bild: Attila Molnar)

Das Ziel des seit 2004 amtierenden Stadtoberhaupts für den 25. Jänner ist klar: Die absolute Mehrheit verteidigen – 2021 holten die Sozialdemokraten 56 Prozent. „St. Pölten soll das rote Herz in Niederösterreich bleiben. Die absolute Mehrheit ist eine tolle Sache, weil man die Verantwortung zur Gänze übernimmt.“ Gelingen soll die „Titelverteidigung“ mit dem 87 Punkte umfassenden Arbeitsprogramm. „Wir sind die Einzigen, die ein solches Programm haben“, sagt Stadler.

„Der ist nicht dafür gemacht...“
Der ÖVP, die gegen das Wachstum der Stadt mobil macht, richtete Stadler aus: „Wachstum ist keine Schande. Wer sich vor einem Prozent Wachstum fürchtet, der ist nicht dafür gemacht, eine Stadt zu führen.“ Dass ÖVP-Spitzenkandidat Florian Krumböck ebenso wie Martin Antauer (FPÖ) in der Landespolitik tätig ist, kritisierte Stadler ebenfalls: „Wir Genossen haben alle nur ein Mandat und haben daher keine Konflikte bei der Abstimmung.“ Beifall erhielt Stadler unter anderem von Landesparteichef Sven Hergovich, Landesrätin Eva Prischl, Landesgeschäftsführer Wolfgang Zwander und EU-Abgeordnetem Günther Sidl.

Martin Antauer (FPÖ) präsentierte neue Plakatwelle.
Martin Antauer (FPÖ) präsentierte neue Plakatwelle.(Bild: FPÖ Niederösterreich)

Aber auch die Freiheitlichen gehen in die heiße Phase über. Antauer präsentierte mit Landesparteisekretär Alexander Murlasits am Donnerstag die neue Plakatwelle. „Unsere Stadt. Unsere Regeln.“, „Wir schützen, wen wir lieben.“ und „Rote Abzocke – wir räumen auf.“ ist darauf zu lesen. Die SPÖ wurde dabei als „verlängerter Arm von Andreas Babler und seiner linksextremen Truppe“ bezeichnet. „SPÖ wählen bedeutet weiter Chaos und soziale Kälte“, betont Antauer.

Mit roten Plakaten will die Volkspartei punkten.
Mit roten Plakaten will die Volkspartei punkten.(Bild: VP St. Pölten)

Bereits zuvor hatte die ÖVP mit ihren roten Wahlplakaten schon für Wirbel gesorgt. „Wegen SPÖ wächst die Stadt wie wild“ oder „Verbaut, verstaut, verschuldet, danke SPÖ“ ist plakatiert. „Wir legen die Finger in die offenen Wunden. Bislang war die Umleitungstafel das beliebteste Verkehrsschild der SPÖ. Denn uns wurde immer wieder erklärt, dass man für die eigenen Probleme in der Stadt seitens der absolut regierenden Mehrheit ja gar nichts könne“, so Stadtparteigeschäftsführer Stefan Klammer.

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