Ein neues Aktionsprogramm für ganz Österreich, das auf fünf Jahre ausgelegt ist, wurde am Donnerstag am Innsbrucker Hausberg Patscherkofel vorgestellt.
Am Heiligen Abend 2017 hätte ein riesiger Felssturz in Vals beinahe eine Katastrophe ausgelöst. Im Sommer 2023 brach in Galtür rund eine Million Kubikmeter Fels vom Fluchthorn. „Der Alpenraum – und damit auch Tirol – steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen Naturgefahren, Klimawandel und Nutzungsintensivierung“, betonte Klimaminister Norbert Totschnig (ÖVP) gestern bei einem Pressegespräch am Patscherkofel.
„GeoMonitorAT – Monitoring für Große Massenbewegungen“
Als Konsequenz hat er das Aktionsprogramm „GeoMonitorAT – Monitoring für Große Massenbewegungen“ ins Leben gerufen. Dabei will man mit einem bundesweit einheitlichen Monitoringsystem Risiken durch „große Massenbewegungen“ wie Bergstürze oder Hangrutsche schon frühzeitig erkennen.
215 Millionen Euro pro Jahr
Rund 215 Millionen Euro stehen jeweils in den kommenden fünf Jahren dafür zur Verfügung. Für das Programm unter der Federführung der Wildbach- und Lawinenverbauung wurde ein eigenes Kompetenzzentrum in Innsbruck eingerichtet.
Daten von ESA-Satelliten
In Kooperation unter anderem mit der GeoSphere Austria und unter Nutzung von Satellitendaten der Europäischen Weltraumorganisation ESA sollen Gefahren – etwa Bewegungen im Fels – detektiert, das Risiko bewertet und Vorsorgemaßnahmen umgesetzt werden. „Jede Veränderung lässt sich mit dem Programm früh entdecken“, betonte Tirols Landeshauptmann Anton Mattle. „Somit kann man auch gezieltere und schnellere Maßnahmen setzen.“
Jede Veränderung lässt sich mit dem Programm früh entdecken. Somit kann man auch gezieltere und schnellere Maßnahmen setzen.

Landeshauptmann Anton Mattle
Bild: Christof Birbaumer
Ampelschema für jeweilige Gefahrenlage
Mithilfe der Satellitendaten will man, so Michael Mölk, Leiter des Kompetenzzentrums, Hotspots identifizieren und dann mit Expertise darauf blicken. Ein Ampelschema wird die jeweilige Gefahrenlage abbilden.
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