Mit dieser Aktion hat Österreichs WM-Gegner Algerien keine Sympathiepunkte gesammelt. Denn nach dem dramatischen Achtelfinal-Sieg im Afrika Cup gegen die Demokratische Republik Kongo (1:0 nach Verlängerung) verhöhnte ein Kicker ausgerechnet einen Kult-Fan. Dieser brach nach der Niederlage in Tränen aus und für die Algerien-Kicker hagelte es heftige Kritik!
Michel Kuka Mboladinga ist längst zu einer Kult-Figur geworden. Für sein Heimatland DR Kongo zeigt der Fan vollen Einsatz. In farbenfroher Kleidung verharrte er während der Spiele seiner „Leoparden“, wie eine menschliche Statue, völlig regungslos auf der Tribüne.
Für insgesamt 438 Minuten bewegte er sich während des aktuellen Turniers keinen Zentimeter. Auch im Achtelfinale gegen Algerien stand er bis zum Ende der Nachspielzeit mit erhobenem rechten Arm und geöffneter Handfläche auf der Tribüne. Sein Blick gen Himmel gerichtet, erinnert seine Pose an eine Statue von Lumumba in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa.
Lumumba war ein Vorkämpfer für die afrikanische Unabhängigkeitsbewegung und erster Premierminister des unabhängigen Kongo. 1961 wurde er ermordet und wird auf dem Kontinent bis heute als Symbolfigur verehrt.
Algerier ernten heftige Empörung
Umso größer war die Empörung, die dem algerischen Team entgegenschlug, nachdem sich Nationalspieler Mohamed Amoura am Dienstag zu einer provokanten Aktion gegen den Kult-Fan hinreisen gelassen hatte. Nach dem späten Siegtreffer der Algerier baute sich der Kicker vor dem Fan auf, ahmte dessen Pose nach, legte sich dann auf den Boden und tat so, als ob er schlafen würde.
Afrikanische und auch französische Medien griffen die Szene auf – Empörung gab es ebenfalls in den sozialen Netzwerken. Nach dem bitteren Ausscheiden seines Heimatlandes kamen Kult-Fan Mboladinga schließlich die Tränen. Die Herzen der Fußball-Fans hat er jedenfalls erobert, während ÖFB-Gegner Algerien nun neue Sympathiepunkte sammeln muss.
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