Eine im wahrsten Sinne des Wortes hochexplosive Entdeckung machten Polizisten unter dem Bett eines 13-Jährigen in Reichenau an der Rax (NÖ): Der Bursche hortete zahlreiche Böller der Kategorie F3 und F4.
Der Jugendliche geriet in den Mittelpunkt der Ermittlungen, nachdem sich dessen Freund (14) am 18. Dezember beim Hantieren mit verbotener Pyrotechnik erheblich verletzt hatte. Er hatte einen „Tischvulkan“ gezündet und dabei schwere Verbrennungen erlitten.
In Tschechien erworben
Bei einer freiwilligen Nachschau im Zimmer des 13-Jährigen machten die Polizisten dann die brisante Entdeckung. Unter dem Bett hatte er Böller der Kategorie F3 und F4 versteckt, die er zuvor bei einem Ausflug mit einer Gruppe Jugendlicher in Tschechien erworben haben soll. Das illegale Material wurde sichergestellt.
Der junge Reichenauer war aber nicht der einzige, der seinen illegalen Einkauf an die Exekutive abgeben musste, bevor er sie zünden konnte. Kurz vor dem Jahreswechsel waren Beamte der Polizeiinspektion Deutsch-Wagram auf drei Jugendliche bei der Schulallee aufmerksam geworden. Als sie die Streife gesehen hatten, wollte einer von ihnen einen Gegenstand im Müll entsorgen.
Spaziergang mit 265 Böllern
Darauf angesprochen, gab das Trio erst einmal an, lediglich spazieren zu gehen. Erst wenig später gaben sie zu, Pyrotechnik mitzuführen. Nicht weniger als 265 Böller wurden sichergestellt, darunter ebenfalls zahlreiche der gefährlichen Kategorien F3 und F4. Die Burschen wurden allesamt bei den zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden angezeigt.
Wieder Verletzte nach Silvesterknallerei
Welch dramatische Verletzungen durch Böller entstehen können, wurde erst beim Jahreswechsel einmal mehr deutlich: Gleich fünf Personen wurden durch Feuerwerkskörper schwer verletzt. So forderte etwa die Detonation einer Kugelbombe in Leobersdorf zwei Verletzte. Ein 22-Jähriger sowie ein 25-Jähriger wurden an den Händen verletzt. Weitaus schlimmer erwischte es einen 19-Jährigen in Groß-Enzersdorf, dem jungen Mann wurde durch einen Böller (F3 oder F4) die Hand zerfetzt. Ein aufgrund des Windes umgeleiteter Leuchtkörper detonierte hingegen in Gänserndorf unmittelbar im Gesicht eines 65-Jährigen. Und auch ein 22-Jähriger wurde in Brunn am Gebirge beim Zünden einer Feuerwerksbatterie im Gesicht verletzt.
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