Wie in den letzten Jahren gewohnt, beginnt die neue „Tatort“-Saison (20.15 Uhr, ARD) mit einem düsteren Fall, der stark an reale Horrorfälle aus der heimischen Geschichte erinnert ...
Auch wenn die Premiere des neuen Dresden-„Tatorts“ heute nicht im ORF läuft – Österreicher werden beim neuen Fall von Peter Schnabel (Martin Brambach) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) schnell hellhörig werden.
Als die 16-jährige Amanda (Emilie Neumeister) nachts blutverschmiert, mit einem Skalpell in der Hand aufgegriffen wird, herrscht großes Rätselraten. Bei der ersten Einvernahme behauptet sie, ihr Vater hätte sie und ihre Schwester Jana lebenslang in einem Keller versteckt gehalten, von wo ihr die Flucht gelang. Blasse Haut, Unterernährung und erste forensische Untersuchungen würden ihre Behauptung bestätigen. Winkler glaubt dem Mädchen und kommt dabei mit dem skeptischen und chronisch überarbeiteten Brambach übers Kreuz. Trotz erster Indizien und Hinweise wirkt die Suche nach besagtem Keller wie die Jagd nach der Nadel im Heuhaufen. Doch der Fall nimmt mit Fortdauer mehrere markante Wendungen – und hält alle Beteiligten kräftig auf Trab.
Gesehen für Sie: „Nachtschatten“
Wertung: 4/5 – düsterer Suspense
Nächster Tatort: 4. Jänner, Team Schwarzwald
Die Ähnlichkeiten zu den hierzulande sehr bekannten Fällen von Fritzl oder Priklopil sind markant, der Neujahrs-„Tatort“ in seiner Machart alles andere als leichte Kost. Im Gegensatz zu vielen Krimis schwächt sich die Handlung im Laufe des Films nicht ab, sondern nimmt an Fahrt auf – die Recherchen in dunkelsten Kellergewölben und undurchsichtig-tristen Wohnhausanlagen vermitteln eine besonders sinistre und bedrohliche Atmosphäre, die durch die gute Inszenierung tief unter die Haut geht.
„Ich habe als Vorbereitung zu realen Fällen wie Natascha Kampusch recherchiert“, erzählt Amanda-Darstellerin Neumeister zur Produktion, „die Stimmung am Set habe ich als sehr konzentriert wahrgenommen. Aber trotz des schweren Themas gab es auch Pausen und Momente, in denen gescherzt wurde.“ Größter Schönheitsfehler des Films: die 16 Jahre nimmt man der Darstellerin nicht ab ...
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