Bilanz für 2025

Ein Arbeitsmarkt mit Licht und viel Schatten

Niederösterreich
31.12.2025 06:30

Die schlechte Nachricht: die Arbeitslosigkeit steigt. Vor allem die Langzeit- arbeitslosigkeit – um mehr als 16 Prozent. Die gute Nachricht: im weiten Land ist der Zuwachs weniger stark als im bundesweiten Durchschnitt. 

Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt, ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Aus Sicht des Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ eine durchaus positive. Denn entgegen dem Bundesdurchschnitt ist hierzulande die Arbeitslosigkeit weniger stark gestiegen. Das zeigt sich vor allem bei der Langzeitarbeitslosigkeit: Diese stieg österreichweit um 25,4 Prozent an, im weiten Land hingegen nur um 16,3 Prozent. 2400 Betroffene konnten hingegen eine Arbeit aufnehmen (ein Plus von 16 Prozent).

Arbeitslosigkeit nimmt zu
Dennoch habe die schleppende Wirtschaftsentwicklung mit einem nahezu Null-Wachstum am heimischen Arbeitsmarkt Spuren hinterlassen – die Beschäftigungszuwächse damit leider überschaubar. Laut ersten AMS-Prognosen ist die Arbeitslosigkeit heuer voraussichtlich um 4,3 Prozent (österreichweit wird mit 6,8 % gerechnet), die Langzeitarbeitslosigkeit um 16,3 Prozent gestiegen. Insgesamt 46.300 Personen (davon 20.700 Frauen) waren 2025 arbeitslos gemeldet. Damit nimmt die Arbeitslosigkeit das zweite Jahr in Folge deutlich zu.

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Trotz steigender Langzeitarbeitslosigkeit ist es gelungen, in NÖ das Plus mit 16 Prozent deutlich unter dem österreichweiten Niveau mit 25 Prozent zu halten.

Sandra Kern, AMS-Landesgeschäftsführerin

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen gelang es, gute Vermittlungs- ergebnisse zu erzielen. Mit 740.000 Jobangeboten ist es gelungen, neben 73.500 Arbeitsaufnahmen voraussichtlich mehr als 76.000 Stellen zu besetzen. Zusätzlich wurden 5200 Lehrstellen besetzt. Und etwa 11.000 AMS-Kunden erhielten eine Förderung für eine Fachkräfteausbildung. Das sind um 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Mehr als die Hälfte davon sind Frauen, etwa ebenso viele unter 25 Jahre alt.

Anhaltende Fachkräftenachfrage
Gelungen ist das mit einem eigens entwickelten Programm, das Jobsuchende auf Fachkräfteausbildungen mit Lehrabschluss oder Pflegeausbildungen vorbereitet. „Der gute Branchenmix in NÖ und die anhaltende Fachkräftenachfrage kamen uns bei der Vermittlungsaufgabe zu Hilfe. Im Ergebnis fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit im bundesweiten Vergleich niedriger aus“, so AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern. 2026 werde mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit gerechnet.

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