07.04.2014 09:46 |

Goldtor für Rapid

Marcel Sabitzer ist der neue Derbykönig

Die grün-weißen Fans sangen am Ende begeistert "Die Nummer eins in Wien sind wir": Rapid sorgte am Sonntag mit dem 1:0 bei der Austria für eine perfekte Derbysaison - erstmals seit sechs Jahren keines verloren, erstmals seit 14 Jahren in einer Saison drei gewonnen. Der neue Derbykönig heißt Marcel Sabitzer - sein drittes Derbytor war das wichtigste.

Heribert Weber, am Sonntag TV-Kommentator bei Sky, war 1999/2000 der Trainer, als Rapid dreimal die Austria bezwang (allerdings auch einmal verlor), "Il Genio" Dejan Savicevic der große Name.

14 Jahre später steht Sabitzer im Mittelpunkt: zum dritten Mal gegen den Erzrivalen getroffen. Zum ersten Mal im ersten Spiel der zweiten Trainer-Ära von Zoran Barisic auswärts zum 2:2, dann vor zwei Monaten beim 3:1 im Hanappi-Stadion per Kopf zum 2:1 und am Sonntag mit links zum goldenen Tor. Ein "Hattrick", der Rapid so glücklich machte: weiter Zweiter, den Vorsprung gegegenüber Violett auf fünf Punkte vergrößert, gegenüber Grödig auf acht.

Nach dem fünften Sieg in Serie ohne Gegentor müsste es mit dem Teufel zugehen, sollte Rapid den Europa-League-Platz noch verspielen. Der überglückliche Sabitzer meinte mit Ausblick auf die letzten fünf Runden: "Zehn Siege in Serie wären ja auch nicht schlecht."

Extralob von Coach Barisic
Ein ähnlicher Schuss wie zum Tor mit links ins kurze Eck war ihm beim Aufwärmen gelungen - darum probierte er es wieder: "Nachher ist leicht reden, es gehört Glück dazu. Aber wichtiger war, dass ich nicht aufgab, mich im Dribbling energisch durchsetzte. Das war entscheidend." Und der in Derbys weiter unbesiegte Barisic lobte: "Es gab Zeiten, in denen er einem Tor nachlief. Sabitzer hat sich den Erfolgslauf hart erarbeitet. Nicht vergessen, er wurde erst vor kurzem 20." Es bewahrheitete sich wieder: Wenn Sabitzer trifft, gewinnt auch Rapid. Auf keines seiner sechs Saisontore folgte eine Niederlage.

Der Vorsprung geriet in den letzten 26 Minuten durch die wenigen Fehler in der Defensive, die unnötige Gelb-Rote Karte von Burgstaller in Gefahr – aber nach 93 Minuten war Jubel angesagt. Da stürmte der ausgetauschte Sabitzer Hand in Hand mit Kapitän Hofmann wieder auf den Rasen, sank Keeper Novota (schon seit 522 Minuten Torsperre) glücklich mit erhobenen Armen zu Boden – noch lange nach Schluss tönten Jubelchoräle und "Zicke, zacke, zicke, zacke, hoi, hoi, hoi"-Rufe aus der Kabine der Sieger.

Sportchef Andreas Müller erlebte bisher in Wien nur Derbysiege mit: "Die konzentrierte, stabile Defensive ist unserer Basis für die Erfolge." Aber die ändern nichts daran, dass Rapid auch nächste Saison wieder ein "schmales Budget" haben wird. Man hört sogar, dass bei der Mannschaft ein stolzer Betrag eingespart werden muss.

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