Die Staatsanwaltschaft wirft einem Salzburger schweren sexuellen Missbrauch von wehrlosen Personen vor: Er soll den Rauschzustand zweier Frauen für seine Triebe ausgenützt und auch noch intime Aufnahmen davon in einer Chat-Gruppe geteilt haben. Auch die Nachbarin soll er heimlich im Badezimmer fotografiert haben.
In einem Hinterzimmer des Vereinslokals eines Salzburger Dartklubs soll ein Salzburger – selbst auch Funktionär beim Verein – zwei schwer betrunkene und damit wehrlose Frauen unabhängig voneinander sexuell ausgenutzt und missbraucht haben. Dies wirft ihm die Salzburger Staatsanwaltschaft in einer 13-seitigen Anklageschrift vor.
Intime Aufnahmen der Opfer geteilt
Passiert seien die Taten im Frühjahr 2024 im Abstand von rund einem Monat. In beiden Fällen waren die Frauen zum Dartspielen in das Lokal gekommen. Und in beiden Fällen soll er zu später Stunde den berauschten Zustand der Opfer für seine Triebe ausgenutzt haben. Nicht nur das: Er machte laut Anklage auch ein intimes Foto und Video von den Frauen und verschickte sie in einer Chat-Gruppe. Einem Bekannten schrieb er dabei: „Magst du auch?“
Bei einem Opfer stellte ein Gutachter eine Traumafolgestörung fest – das gilt als schwere Körperverletzung und führt zu einer höheren Strafdrohung. Auffallend: Beide Opfer gaben als Zeugen an, dass sie einen für ihre Verhältnisse völlig unüblichen „Blackout“ gehabt hätten und sich nicht genau erinnern könnten. Der Angeklagte selbst bestreitet die Vorwürfe.
Zudem zeigen zwei weitere Anklage-Vorwürfe einen durchaus fragwürdigen Umgang mit Frauen auf: Demnach soll er aus seinem Fenster heraus eine Nachbarin heimlich in ihrem Badezimmer fotografiert haben. Und er soll auch seine Ex-Frau mit den zwei gemeinsamen Kindern gestalkt haben. Als Opfer-Anwalt fungiert Stefan Rieder vom Weißen Ring. Ein Termin für den Strafprozess steht noch aus.
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