Es flogen die Fetzen im ORF-Stiftungsrat am Donnerstag. Peter Westenthaler bezeichnete den Vorsitzenden als „Diktator“ mit „Nordkorea-Methoden“, der gab zurück, Westenthaler sei „rüpelhaft“. Trotzdem konnte das Budget 2026 beschlossen werden. Es wird gespart: Es gibt eine Null-Lohnrunde für Spitzenverdiener und 50 Mitarbeiter werden nicht nachbesetzt.
Der ORF muss sparen, forderten Stiftungsräte schon vor der Sitzung am Donnerstag. Und fanden Gehör: Die Gagen der Topverdiener aus den höchsten beiden Gehaltsstufen werden – wie berichtet – zwei Jahre lang eingefroren. Das betrifft all jene, die auf der viel diskutierten Transparenzliste landeten. Ansonsten fällt der Gehaltsabschluss erneut unter der Inflation aus: 1,85 Prozent im nächsten Jahr und 1,4 Prozent für 2027, zusätzlich eine Einmalzahlung von 400 Euro.
Beschlossen wurde im Stiftungsrat das Spar-Budget von 2026. Generaldirektor Roland Weißmann: „Wir sparen kommendes Jahr weitere 100 Millionen ein, ich danke den Mitarbeitern für ihren Solidaritätsbeitrag in Zeiten harter wirtschaftlicher Parameter.“ Gehaltsabschlüsse unter der Inflationsrate seien zumindest bis 2029 zu erwarten. Eingespart wird mit Ende des Jahres auch das Format ORF Topos, außerdem werden 2026 etwa 50 scheidende Mitarbeiter nicht nachbesetzt.
Am Rande der Sitzung fielen unschöne Worte: Peter Westenthaler bezeichnete den Vorsitzenden Heinz Lederer als „Diktator“, er fühle sich an Nordkorea erinnert und werde die Bestätigung mehrerer Beschlüsse „anfechten“. Lederer gab zurück, Westenthaler verhalte sich „rüpelhaft und rufschädigend“ gegenüber den Kollegen.
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