Achtung, diese Wechselbetrugs-Masche kommt immer wieder vor! Mit belarussischen Rubel waren zwei Rumänen auf Tour. Im Gepäck hatten sie ungültige 500er-Scheine. Achtsame Zeugen in Niederösterreich meldeten das Familiengespann der Polizei – der verdächtige BMW wurde von einer Beamtin bemerkt. Der amtsbekannte Onkel sitzt jetzt in U-Haft und bestreitet die Vorwürfe.
Sie müssten tanken, aber hätten nur belarussische Rubel in großen Scheinen mit, behaupteten zwei Rumänen (47 und 21) auf ihrer Tour ab 14. November durch Österreich. Mit im Gepäck: Eine Menge 500er-Scheine der ausländischen Währung, die nichts mehr wert sind, weil sie heutzutage ungültig sind.
Lieber Schenken als Wechseln
Bereits einen Tag nach der Einreise wurde mit der Masche im Waldviertel gestartet: Sie stoppten ein 35-jähriges Opfer aus Weitra bei Jagenbach. Dieses betonte, nur zehn Euro dabei zu haben und nicht die geforderten 150 Euro, um den belarussischen 500er-Schein wechseln zu können. Frech forderten die Rumänen auf, zum Bankomaten zu fahren, was aber verneint und ihnen der Zehner geschenkt wurde.
Drei Betrügereien an einem Tag
Eine Woche später, am Freitag, 21. November, trieben es der rumänische Onkel und sein Neffe im Bezirk Zwettl dann heftiger: In Ramsau bei Pölla hielten sie eine 70-Jährige am frühen Vormittag bei einer Bushaltestelle an, doch sie blitzten ab. In Rastenfeld wechselte ein 38-Jähriger einen 500er-Schein der belarussischen Rubel. Jedoch nicht für die geforderten 150 Euro – 35 Euro taten es plötzlich in der vermeintlich höchsten Tanknot auch.
Zeugen beschrieben Auto genau
Mit guten Angaben der Waldviertler zum rumänischen BMW, war die Polizei sensibilisiert. Eine Beamtin sah bei einem Bauernhof in Großkainraths bei Echsenbach einen verdächtigen Wagen und kontrollierte. Sie hielt Onkel und Neffen so lange an, bis ihre Kollegen der Polizeiinspektion Schwarzenau die beiden „einkassierten“ und zum Verhör mitnahmen. Der Landwirt traute zuvor dem „Geldsegen“ auch nicht, aber schenkte den Rumänen etwas Diesel.
Amtsbekannter jetzt in U-Haft
Der jüngere Neffe konnte kein Deutsch, und gab später im Verhör mit Dolmetscher zu, immer nur das Auto (in dem sie auch schliefen) gefahren zu haben. Der Onkel ist bereits amtsbekannt und war nicht geständig. Vorerst wurde über ihn Untersuchungshaft verhängt. Er wurde in die Justizanstalt Krems gebracht. „Gut, dass über diese Fälle öfter berichtet wird. So ist die Bevölkerung schon besser sensibilisiert“, heißt es von der Polizei zu den glimpflich ausgegangen Fällen.
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