Der erstmalige Einzug ins Achtelfinale scheint nach einem 3:0 in Amsterdam nur noch Formsache. Schmidt mahnte vor dem Rückspiel dennoch zur Bodenhaftung. "Man sollte nicht meinen, wir hätten den neuen Fußball erfunden", betonte der deutsche Erfolgscoach. Sein Angriffspressing, das den niederländischen Meister im eigenen Stadion hilflos in der eigenen Hälfte einschnürte, könnte aber noch einigen Teams Probleme bereiten.
"Kein Spieler ist je alleine auf dem Platz"
"Wir haben Ajax aus ihren Mustern gepresst. Die Mannschaft hat einen Riesenschritt gemacht für sich selbst, für den Glauben an die besondere Art von Fußball, die wir spielen", meinte Schmidt. Schlüssel dafür sei die mannschaftstaktische Geschlossenheit. "Jeder wird gnadenlos unterstützt", erklärte er. "Kein Spieler ist je alleine auf dem Platz." Fazit: Zehn Pflichtspiele in Serie haben die Bullen gewonnen, dazu die jüngsten neun im Europacup. In ihren vergangenen 57 Partien haben sie immer zumindest ein Tor erzielt.
Im Achtelfinale wartet der Aufsteiger aus Maccabi Tel Aviv gegen den FC Basel (Hinspiel 0:0). "Wir sind weiter Außenseiter in der Europa League, fühlen uns in dieser Rolle aber sehr wohl", versicherte Schmidt. Auch Ajax sei vom couragierten Auftritt der Salzburger überrascht gewesen. Mit ihren mehr als 60 Prozent Ballbesitz wussten die Niederländer wenig bis gar nichts anzufangen.
"Wir haben eine extrem hohe Intensität im Training"
Die Basis für Salzburgs dominantes Auftreten liegt im körperlichen Bereich. "Das erfordert enorme taktische Disziplin und vor allem Kondition", sagte Ajax-Trainer Frank de Boer über das Pressing weit in des Gegners Hälfte. "Das Physische ist Bedingung dafür, dass wir taktisch so spielen können", so Schmidt. "Wir haben eine extrem hohe Intensität im Training - zum Teil sogar höher als im Spiel." Kurze Einheiten unter Maximalbelastung sind sein Erfolgsrezept.
Das Ergebnis gefällt auch Sportdirektor Ralf Rangnick. "Es ist eine große Freude, die Mannschaft so spielen zu sehen", sagte Red Bulls Fußball-Chef. "Das war ein großer Schritt, aber wir haben noch ein Spiel in Salzburg." Auch Doppeltorschütze Jonatan Soriano wollte den Tag nicht vor dem Abend loben. "Wir denken Schritt für Schritt, zuerst einmal an das Rückspiel", betonte der Spanier. "Wir müssen Spiel für Spiel und Runde für Runde gehen."








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