Steirische Bahnfirma

Waggonfabrik in Triest, neuer Terminal in Peggau

Steiermark
26.10.2025 18:30

Der Erfolgslauf der Brucker Bahnlogistikfirma Innofreight ist ungebrochen: Seit Kurzem werden in Triest gemeinsam mit der weltgrößten Reederei eigene Waggons hergestellt, in Peggau ist ein neuer Güterterminal geplant. Die Eröffnung der Koralmbahn soll weiteren Rückenwind bringen.

Drei Jahre war die Gründung erst her, da gelang Innofreight 2005 der erste Meilenstein: Ein eigener Container zum verbesserten Transport von Holzhackschnitzeln wurde auf den Markt gebracht. Der Name: WoodTainer XXL. Längst hat sich das System als europäischer Standard etabliert, Unternehmen wie Sappi in Gratkorn verwenden es seit 20 Jahren – das Jubiläum wurde dort nun gefeiert. 

Innofreight-Eigentümer Peter Wannek-Pusset spricht von einem Türöffner: „Dieser Container hat in leicht adaptierter Form auch den Weg in andere Branchen gefunden.“ Die obersteirische Firma hat zudem unter anderem stationäre Entladestationen entwickelt, etwa für Zellstoff Pöls oder die Voestalpine in Donawitz. Mittlerweile werden pro Jahr mehr als 50 Millionen Tonnen an Gütern bewegt, der Umsatz liegt jenseits der 300 Millionen Euro.

Fakten

  • Das Containersystem WoodTainer XXL wurde 2005 gemeinsam mit Papierholz Austria und ÖBB Rail Cargo entwickelt. Parallel kam auch der erste Drehentladestapler auf den Markt: Seit heuer ist bei Sappi eine elektrisch betriebene Variante davon im Einsatz.
  • Der 80-Fuß-InnoWaggon wird seit dem Sommer in Triest gefertigt. Selbst entwickelt wurde auch ein neuartiges Drehgestell (InnoBogie). Pro Waggon können vier Container (WoodTainer XXL) transportiert werden, das ist ein Plus von 10 bis 15 Prozent.

„Quantensprung“ mit neuen Waggons
Das Wachstum ist noch nicht zu Ende. In Triest werden seit Kurzem –  gemeinsam mit der weltgrößten Reederei MSC – neu entwickelte Waggons in Leichtbauweise produziert. Mit ihnen kann noch mehr Biomasse befördert werden – „ein Quantensprung“, so Wannek-Pusset. Die Nachfrage nach Biomasse in der Holzbranche steigt derzeit. „Aktuell transportieren wir 30 Prozent unserer Holz-Mengen mit der Bahn, sehen aber ein Potenzial auf der Schiene von 50 Prozent“, bekräftigt Andreas Kogler, Geschäftsführer von Papierholz Austria. 

Die Koralmbahn ab Dezember und der Semmering-Basistunnel in einigen Jahren sollen weiteren Rückenwind verleihen. Geplant ist daher sogar ein neuer Güterterminal in Peggau mit den beim Steinbruch angesiedelten Firmen Alpacem (Zement) und Intercal (Kalk) – Details des Großprojekts sollen bald verkündet werden. In Bruck selbst wird die Unternehmenszentrale groß ausgebaut, mit einem tschechischen Unternehmen werden außerdem eigene Züge auf die Schiene gebracht.

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