Die heimische Künstlerin Anja Plaschg alias „Soap & Skin“ gastierte am vergangenen Samstag im Zuge ihrer aktuellen Tour namens „Torso“ im ausverkauften Landestheater in Innsbruck. Mit ihren teils überraschenden musikalischen Experimenten zog sie das Publikum in ihren Bann.
„Es war absolut ,outstanding’“, lautete der Tenor nach dem knapp zweistündigen Konzert. Ja, in der Tat, es war außergewöhnlich!
Die Steirerin Anja Plaschg ist Musikerin, Sängerin, Komponistin, Produzentin und Schauspielerin. Seit ihrem sechsten Lebensjahr spielt sie Klavier, mit 14 Jahren lernte sie Geige und wandte sich parallel der elektronischen Musik sowie dem experimentellen Pop zu. Eine Kombi, die es in sich hat – das zeigte sich am Samstag in Innsbruck. Im Zuge ihrer aktuellen Tour „Torso“ trat Plaschg alias „Soap&Skin“ im Landestheater auf. Beim gleichnamigen Album „Torso“ handelt es sich um ihr erstes reines Cover-Album.
Verzweifelte Ausbrüche
Gemeinsam mit einem kleinen Orchester bestehend aus sechs Musikerinnen und Musikern betrat sie die Bühne. Sie selbst nahm am Klavier Platz, mit dem Rücken zum Publikum, fast schon ein wenig schüchtern wirkend. Auch wenn es keine Pause gab, kann das Konzert in zwei Teile unterteilt werden. In der ersten Hälfte gab sie zutiefst emotionale, berührende und düstere Songs preis. Ihre außergewöhnliche Stimme samt verzweifelten Ausbrüchen und ihre Fertigkeiten am Klavier wurden vom Orchester bestens begleitet und untermalt.
Zuerst irritierend, dann stimmig
Dann plötzlich passierte es erstmals: Mit einem Song tanzte sie völlig aus der Reihe, es wurde laut und heftig, sie schlug in die Tasten, das Orchester tat es ihr gleich, im Hintergrund hörte man elektronische Beats. Parallel dazu wurden Scheinwerfer in Szene gesetzt, das Licht ging im raschen Rhythmus an und aus – zunächst völlig irritierend, weil aus dem Nichts kommend, schließlich aber total stimmig.
Teils unheimliche Atmosphäre
Es war ein kleiner Vorgeschmack auf das, was in der zweiten Hälfte wartete. Die Künstlerin stand plötzlich mitten auf der Bühne, mit Blick zum Publikum – voller Selbstbewusstsein und präsenter denn je. Die emotionalen Songs wichen musikalischen Experimenten – spezielle visuelle Elemente inklusive, die teilweise eine unheimliche Atmosphäre schafften. Sie ließ sich regelrecht in die Experimente hineinfallen, tanzte auf eigene Art und Weise mit, verkörperte ihre Kunst sozusagen. „Sie ist einfach so echt“, formulierte eine Zuseherin.
Das sah auch der Rest des Publikums so: Plaschg, die am Ende Blumen im Publikum verteilte, erntete stehende Ovationen und langen tosenden Applaus.
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