Neue Ermittlungen

Skandal um Olympiasieger Schwazer weitet sich aus

Sport
13.02.2014 10:57
Der Dopingskandal um den Südtiroler Geher-Olympiasieger Alex Schwazer zieht weitere Kreise. Die Bozner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen einen Arzt in Meran aufgenommen. Er soll Schwazer Dopingsubstanzen verabreicht haben und wird daher des Sportbetrugs verdächtigt, der in Italien bis zu drei Jahre Haft nach sich ziehen kann.

Die Carabinieri durchsuchten das Krankenhaus in Meran, in dem der Arzt arbeitet, berichtete die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Donnerstag. Dabei wurde belastendes Material konfisziert. Gegen insgesamt acht Personen wird wegen dieses Dopingskandals ermittelt.

Schwazer war im vergangenen April vom Anti-Doping-Gericht von Italiens Olympischem Komitee zu einer dreieinhalbjährigen Sperre verurteilt worden. Der 29-Jährige war kurz vor den Sommerspielen in London 2012 positiv auf EPO getestet worden. Die CONI-Staatsanwaltschaft hatte eine vierjährige Sperre gefordert.

Schwazer wird ab 30. Jänner 2016 wieder an Wettkämpfen teilnehmen können. Er hatte aber unmittelbar nach Bekanntwerden des Dopingbefundes und einem Schuldeingeständnis seine Karriere beendet. Dem Peking-Olympiasieger wurden unter anderem Anomalien im biologischen Pass vorgeworfen. Außerdem wurde Schwazer wegen verbotenen Kontakten zum umstrittenen Dopingarzt Michele Ferrari belastet.

Ferrari war 2004 wegen Sportbetrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. 2006 belegte ihn der italienische Radsportverband mit einer lebenslangen Sperre. Der Verband hatte allen italienischen Profis verboten, mit Ferrari zu arbeiten.

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(Bild: KMM)



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