Für den Stainzer Flascherlzug gibt es kaum Hoffnung mehr, am Donnerstag soll die Einstellung im Gemeinderat beschlossen werden. Die Grünen fordern seinen Erhalt – und auch jenen der ebenfalls angezählten Feistritztalbahn in der Oststeiermark. Ein Lokführer sammelte schon mehr als 7000 Unterschriften.
Der Zug scheint leider abgefahren: Mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ wird morgen Abend der Stainzer Gemeinderat wohl das Aus seines Wahrzeichens auf Schienen beschließen. Wie berichtet, kann der legendäre Flascherlzug nach 133 Jahren nicht mehr finanziert werden.
Bis zuletzt versuchen allerdings zahlreiche Unterstützer, den Beschluss zu verhindern: „Wir haben bereits mehr als 7000 Unterschriften gesammelt, die wir Landeshauptmann Mario Kunasek übergeben werden“, sagt Lokführer Helmut Poglitsch zur „Krone“. „Vorrangiges Ziel ist es, dass die Gemeinde als Eigentümerin die Schienen noch nicht abbaut.“
Forderung nach Bahngipfel
Für den Erhalt steirischer Eisenbahnlinien machen sich auch die Grünen stark, fordern ein klares Bekenntnis der Landesregierung: „Denn Stainzer- und Feistritztalbahn (im Bezirk Weiz, Anm.) sind weit mehr als Nostalgie – sie sind lebendige Zeugnisse steirischer Geschichte und touristische Aushängeschilder“, wie Abgeordneter Lambert Schönleitner argumentiert.
Er appelliert an Kunasek und Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl, einen „Bahngipfel“ einzuberufen, um dauerhafte Finanzierungskonzepte zu erarbeiten. „Länder wie die Schweiz haben schließlich längst erkannt, welchen Wert historische Bahnlinien für den Tourismus haben!“
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