Riesenwirbel löste der Bürgermeister der steirischen Gemeinde Lieboch aus, weil er nach dem Attentat auf den rechten US-Politaktivisten Charlie Kirk vor dem Gemeindeamt die schwarze Fahne hissen ließ. Nun erklärt er in der „Krone“, was dahintersteckte und warum er trotz Kritik dazu steht.
Große Aufregung herrschte in der Gemeinde Lieboch, weil ÖVP-Bürgermeister Stefan Helmreich nach dem Attentat auf den rechten US-Politaktivisten Charlie Kirk vor dem Gemeindeamt die schwarze Flagge hissen ließ und dazu einen Facebook-Beitrag veröffentlichte – wir haben berichtet.
Einige Gemeinderäte distanzierten sich davon; abgesehen davon habe er zahlreiche persönliche Nachrichten bekommen – „die waren teils echt starker Tobak“, so der Ortschef am Montag zur „Krone“. Neben Kritik habe er für seine Aktion aber überwiegend Zustimmung erhalten.
Ich will aber in einer Welt leben, in der man sich auch in zwei Generationen noch frei äußern darf.
Bürgermeister Stefan Helmreich
Zeichen für Demokratie und Meinungsfreiheit
Helmreich betont: „Ich stehe zu der Entscheidung. Ich habe betont, ich nehme diesen Mord zum Anlass, um ein Zeichen für Demokratie und Meinungsfreiheit zu setzen. Dafür stand die schwarze Flagge, und nicht explizit für die Person Charlie Kirk.“ Er gehe freilich bei Weitem nicht mit allen Ansichten Kirks d’accord. „Ich will aber in einer Welt leben, in der man sich auch in zwei Generationen noch frei äußern darf.“
Zur Kritik, der Mord habe keinen Bezug zu Lieboch, entgegnet der Ortschef, man habe in der Vergangenheit etwa auch zugunsten von Ukraine-Flüchtlingen Kuchen gebacken oder eine orange Flagge gegen Gewalt an Frauen gehisst – auch ohne Gemeinderatsbeschluss, der dafür ohnehin nicht nötig sei.
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