02.03.2006 14:18 |

Euro-Raum

EZB erhöht Leitzinsen um 0,25 auf 2,50 Prozent

Die Europäische Zentralbank hat zur Eindämmung der Inflation die Zinsen für den Euro-Raum erhöht. Der wichtigste Leitzins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld steigt von 2,25 auf 2,5 Prozent. Der Leitzins legt fest, zu welchem Satz sich Europas Banken bei der Zentralbank Geld leihen können.

EZB-Präsident Trichet hatte den Zinserhöhungsschritt in den vergangenen Wochen bereits angedeutet und zur Begründung auf die Inflationsgefahren durch die gestiegenen Energiepreise verwiesen.

Es handelt sich um die zweite Erhöhung der Währungshüter seit fünf Jahren: Zuletzt war der Zinssatz im Dezember um ebenfalls 0,25 Punkte heraufgesetzt worden, nachdem er jahrelang stabil geblieben war.

Die Zentralbank hatte im Dezember mit der ersten Erhöhung seit fünf Jahren begonnen, die lange Phase außerordentlich niedriger Zinsen zu beenden. Nach deutlichen Signalen der Währungshüter war die erneute Erhöhung an den Finanzmärkten schon erwartet worden. Die Zentralbank sieht angesichts der besseren Konjunktur, hoher Ölpreise und bevorstehender Steuererhöhungen Gefahr für die Preisstabilität heraufziehen.

Offen ist, wie weit der Kurs einer strafferen Geldpolitik führen wird. Bisher legte sich der EZB-Rat noch nicht auf einen längerfristigen Kurs fest. Trichet hatte zuletzt die Zinserhöhungserwartungen der Finanzmärkte als vernünftig bezeichnet, zugleich aber betont, es gebe keine Vorfestlegung auf eine ganze Serie von Zinsschritten.