Immer mehr Salzburger können sich die horrenden Wohnpreise nicht mehr leisten und bewerben sich für eine günstige Wohnung der Stadt Salzburg. Schon zum jetzigen Zeitpunkt gibt es mit mehr als 2000 Anfragen schon mehr als im gesamten vergangenen Jahr.
12.000 Wohnungen kann die Stadt Salzburg vergeben, rund 2000 davon sind im eigenen Besitz. Rund 2000 Salzburger sind es auch, die jährlich einen Antrag auf eine günstige, geförderte Wohnung stellen. Zum Zug kommt allerdings nur ein Viertel davon. Heuer ist die Zahl der Anträge zum jetzigen Zeitpunkt schon höher als in den vergangenen Jahren. „Die Anträge steigen Jahr für Jahr an, aber wir haben einfach zu wenige Wohnungen“, sagt Dagmar Steiner, Leiterin des Wohnservices der Stadt.
Auch immer mehr Familien stellen einen Antrag, da sind die Mietsteigerungen der letzten Jahre zu spüren. Aber: Gerade große Wohnungen sind Mangelware und sind daher nur sehr schwer zu bekommen. „Wir haben definitiv eine Wohnungsnot in Salzburg“, ist sich Stadtvize Kay-Michael Dankl (KPÖ) sicher.
Abhilfe kann für den Stadtvize nur der Bau vieler geförderter Mietwohnungen bringen. Noch im Oktober soll das neue Räumliche Entwicklungskonzept (REK) die Grundlage für neue Bebauungsflächen liefern. „Alleine auf diesen Grundstücken könnten 3000 Wohnungen entstehen“, so Dankl. Der Gegner ist klarerweise die Zeit. Bis Neubauten fertiggestellt werden, dauert es bekanntlich Jahre.
Derweilen versucht sich die Stadtpolitik in kleineren Verbesserungen. Vergabeverfahren wurden beschleunigt, Einkommensgrenzen an die Inflation angepasst, der Kautionsfonds aufgestockt und im November sollen neue Vergaberichtlinien in Kraft treten.
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