Nach nur einem Tag

USA: Kälte treibt Ausbrecher zurück in seine Zelle

Ausland
07.01.2014 21:21
Die arktische Kälte in den USA lähmt derzeit nicht nur das Leben von Millionen unbescholtener US-Bürger, die eisigen Temperaturen weit unter null Grad haben auch einem entflohenen Gefängnisinsassen einen Strich durch die Rechnung gemacht: Mit der Aussicht in Freiheit zu erfrieren, zog es den 42-jährigen Robert Vick (re. im Bild) im Bundesstaat Kentucky nach nur einem Tag auf der Flucht zurück in seine wohlig warme Zelle.

Vick war laut einem Bericht des lokalen Nachrichtensenders WKYT am Sonntag in Kentucky aus der Blackburn-Haftanstalt entkommen. Dort verbüßt der 42-Jährige derzeit im allgemeinen Strafvollzug zwei mehrjährige Haftstrafen, unter anderem wegen Einbruchs.

Vor die Wahl gestellt, in der frostigen Kälte noch eine weitere Nacht im Freien verbringen zu müssen, entschied sich Vick bereits am Montag dazu, seine Flucht zu beenden. Der Ausbrecher betrat, lediglich mit seiner Anstaltskleidung am Leib, ein Motel in Lexington, wo er dessen diensthabenden Mitarbeiter bat, die Polizei zu verständigen.

Nach seiner neuerlichen Festnahme wurde Vick von den Ärzten der Haftanstalt zunächst mehrere Stunde lang medizinisch beobachtet, bis er schließlich wieder zurück in seine Zelle durfte. Seine Rückkehr aufgrund der frostigen Kälte ist durchaus verständlich, herrschten doch in der Region zum Zeitpunkt seiner Flucht für den Mittleren Westen der USA eher ungewöhnliche gefühlte minus 20 Grad.

Angesichts der Tatsache, dass die Rekordkälte (siehe Story in der Infobox) den Mittleren Westen und auch den Nordosten der USA derzeit fest im Griff hat, wurde wohl auch dem verurteilten Verbrecher schnell klar: Es gibt wahrlich schlimmere Orte als ein Gefängnis.

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