Deutsche Geisel

Irak-Geisel Osthoff für Geheimdienst tätig

Ausland
07.01.2006 17:23
Die im Irak entführte und wieder freigelassene deutsche Archäologin Susanne Osthoff ist bis Mai 2005 gelegentlich für den Bundesnachrichtendienst tätig gewesen.

Die Zusammenarbeit sei vom BND beendet worden, als es Hinweise auf eine Bedrohung der Deutschen durch den irakischen Al-Kaida-Führer Zarqawi gegeben hatte, berichtete die Zeitung "Die Welt" am Samstag unter Berufung auf informierte Kreise.

Osthoff war demnach keine systematische Mitarbeiterin des BND, sondern habe den Mitarbeitern des deutschen Auslandsgeheimdienstes im Irak gelegentlich über ihre Einschätzung der Situation berichtet. Sie soll für ihre Informationen mitunter kleine Geldbeträge bekommen haben, hieß es in dem Bericht der Zeitung weiter.

Osthoff war Ende November im Irak entführt und nach über dreiwöchiger Geiselhaft wieder freigelassen worden. 

Osthoff hielt sich seit mehreren Jahren im Irak auf und engagierte sich für den Erhalt von Kulturstätten. Während des Krieges 2003 brachte sie in Deutschland gesammelte Medikamente in das Land. Bis vor einigen Jahren war Osthoff mit einem Iraker verheiratet.

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