So, 19. August 2018

Vor Referendum

01.01.2014 13:50

Cameron zu Schotten: "Wollen, dass ihr bleibt"

Der britische Premierminister David Cameron hat die Schotten zum Jahreswechsel aufgerufen, bei ihrem Volksentscheid über die Unabhängigkeit von Großbritannien im September mit Nein zu stimmen. "Wir wollen, dass ihr bleibt", sagte Cameron am Mittwoch in seiner Neujahransprache.

Bei dem Referendum gehe es nicht um die "kommenden paar Jahre", sondern um eine Abstimmung, die "unser Land für immer verändern" könne, erklärte Cameron am Neujahrstag. Von England, Wales und Nordirland müsse die Botschaft an alle in Schottland ausgehen: "Gemeinsam können wir ein sogar noch stärkeres Vereinigtes Königreich aufbauen."

Für das neue Jahr sieht Cameron vor allem mit Blick auf den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes positive Signale. Jetzt werde man unter anderem weiter daran arbeiten, das Defizit zu reduzieren: "Dies ist ein entscheidendes Jahr für unsere Wirtschaft."

Der Chef der schottischen Regionalregierung, Alex Salmond, forderte die Schotten in seiner Neujahrsbotschaft auf, 2014 zu dem Jahr zu machen, "in dem wir die Verantwortung für die Gestaltung unserer eigenen Zukunft übernehmen". Salmond zeigt sich nach wie vor zuversichtlich, dass die Volksabstimmung am 18. September zugunsten einer Abspaltung vom Königreich ausgehen wird. Bisherige Umfragen bezeugten allerdings regelmäßig das Gegenteil.

Cameron rühmt seine Wirtschaftspolitik
In einem Beitrag für die Neujahrsausgabe der "Times" rühmte Cameron unterdessen die Verdienste seiner Wirtschaftspolitik. "2014 wird das Jahr sein, in dem wir anfangen werden, Großbritannien zur großen Erfolgsgeschichte nach der Rezession zu machen", schreibt Cameron. London werde die "großen Fehler" vermeiden, die zum Konjunkturrückgang geführt hätten: "mehr Kredite, mehr Ausgaben und mehr Schulden".

Wer an den "verheerenden Folgen" der von der Labour Party verfolgten Politik zweifle, solle sich diejenigen Länder anschauen, die sich daran orientierten. Obwohl Cameron weder Frankreich noch ein anderes Land in seinem Beitrag erwähnt, sieht die "Times" darin einen Angriff gegen den französischen Regierungschef François Hollande von der Sozialistischen Partei.

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