Mi, 12. Dezember 2018

Sturmgewehr-Erfinder

23.12.2013 17:30

Michail Kalaschnikow 94-jährig gestorben

Der russische Waffenkonstrukteur Michail Kalaschnikow ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Das teilten die Behörden der gut 1.000 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Teilrepublik Udmurtien am Montag mit. Der Erfinder des nach ihm benannten Sturmgewehrs war nach langwierigen gesundheitlichen Problemen Mitte November in eine Klinik in Ischewsk eingeliefert worden. Zuletzt musste er künstlich beatmet werden.

Kalaschnikow galt in der Sowjetunion und in Russland als Nationalheld. Er entwickelte das Gewehr mit dem offiziellen Namen AK-47, als er sich von einer Verletzung aus dem Zweiten Weltkrieg erholte. Der Name steht für "Automatik Kalaschnikow" und das Jahr der Entwicklung - 1947. Das Gewehr wurde weltweit mehr als 100 Millionen Mal hergestellt. Zu seinen Vorzügen gehört die hohe Verlässlichkeit auch unter schwierigen Bedingungen. Neben der Roten Armee rüsteten etwa 60 Staaten ihre Streitkräfte mit Gewehren dieses Typs aus.

Einsatz in Konflikten "nicht meine Schuld"
"Ich erfand eine Waffe, mit der die Grenzen des Vaterlandes verteidigt werden sollten", hatte Kalaschnikow bei einer Feier zu seinem 90. Geburtstag vor vier Jahren in Moskau gesagt. "Es ist nicht meine Schuld, dass sie eingesetzt wurde, wo sie nicht hätte eingesetzt werden sollen." Mit der Waffe wurden - und werden - in etlichen Konflikten unzählige Menschen getötet.

Kalaschnikow wurde als 17. Kind seiner Eltern in einem sibirischen Dorf geboren, sein Vater wurde während der Stalin-Diktatur deportiert. Von dem enormen Erfolg seiner Erfindung profitierte der Waffenexperte wenig. Er lebte trotz zahlreicher hoher Auszeichnungen in bescheidenen Verhältnissen in der Industriestadt Ischewsk rund 1.300 Kilometer östlich von Moskau. Die Waffenfabrik Ismasch, wo die AK-47 zuerst gebaut wurde, kämpft heute ums Überleben.

"Wichtiger russischer Markenartikel"
Die "Kalaschnikow" mit dem gekrümmten Magazin ist nach 66 Jahren heute so weit verbreitet wie keine andere Waffe. Kremlchef Wladimir Putin nannte den Erfinder eine "Legende" und den Begründer eines "wichtigen russischen Markenartikels".

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Ab 5. März für PC, PS4
„Left Alive“: Neuer Trailer zum Survival-Shooter
Video Digital
Keine Einigung
Admira: Darum platzte der Deal mit Alex Meier
Fußball National
Nicht zu warm
So schützen Sie Ihr Baby im Winter richtig!
Spielzeug & Baby
Aufstiegs-Finale
Rapid ist für die schottische Invasion gerüstet
Fußball International
Nach Weihnachtsfeier
Linz: Friseur (39) ins Krankenhaus geprügelt
Oberösterreich
Das Problemkind
Barcelonas Dembele: Traumtor nach harter Strafe!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.