Einblick mit Gutachten

So viel ist berühmte „Geister-Bau“ in Igls wert

Tirol
17.08.2025 07:00

Die „Tiroler Krone“ bekam das Verkehrswertgutachten zu einem kuriosen Rohbau in Igls zugespielt. Auf 47 Seiten stehen überaus spannende Details. Wir fassen die wichtigsten zusammen.

Erneut sorgt die „Geister-Baustelle“ in Innsbruck-Igls für Schlagzeilen. Wie berichtet, war eine nette Wohnanlage samt Garten geplant. Aufgrund der Pleite des Bauunternehmens steht der halb fertige Rohbau seit einer gefühlten Ewigkeit still.

Zuletzt meldete sich auch eine Anrainerin und meinte, dass „das Erdgeschoss, die Wohnungen und die Tiefgarage“ seit mehr als zwei Jahren ständig unter Wasser stehen – teilweise mehr als 60 oder 70 Zentimeter.

Die „Krone“ schaute schon öfter beim „Geister-Rohbau“ in Igls vorbei.
Die „Krone“ schaute schon öfter beim „Geister-Rohbau“ in Igls vorbei.(Bild: Johanna Birbaumer)

Die Quelle sorgt für steten Nachfluss, besonders bei Regen. Wie es mit dem Rohbau weitergeht, ist nach wie vor noch unklar. Der „Krone“ wurde nun aber ein von einem Sachverständigen erstelltes Verkehrswertgutachten mit vielen Details zugespielt.

Gesamterrichtungskosten bei über 12,3 Millionen Euro
Wir präsentieren die wichtigsten Punkte aus den insgesamt 47 Seiten:

  • Zuerst das Interessanteste: Die bisherigen Gesamterrichtungskosten belaufen sich laut dem Gutachten auf mehr als 12,3 Millionen Euro brutto.
  • Auch die Kosten der insgesamt 23 Wohnungen werden aufgelistet. Alle zusammen belaufen sich auf über 13,3 Millionen Euro. Die teuerste kostet über eine Million Euro, die „günstigste“ etwas mehr als 283.800 Euro.
  • „Aufgrund der aktuell sehr schwachen Konjunktur und des damit verbundenen hohen Finanzierungs- und Verwertungsrisikos für den Bauträger wird eine Rendite in der Höhe von 15 Prozent auf die Gesamtkosten als angemessen angesehen“, heißt es im Gutachten. Wobei sich durch Schwankungen am Markt „wesentliche Änderungen ergeben können“.
  • Auch interessant: „Aufgrund der Nutzung von Wohnflächen im Grundwasserschwankungsbereich ist das Projekt mit erhöhten Risiken verbunden.“
  • Für etwaige Interessenten, die das Projekt vielleicht doch noch fortführen möchten, gut zu wissen: Der Vergleichswert des unbebauten Grundstückes liegt bei über 3,8 Millionen Euro, der sogenannte Residualwert des bebauten Grundstücks bei etwas über 1,9 Millionen Euro.
  • „Bis spätestens 28. Februar 2026 ist eine Bauzeitverlängerung zu beantragen.“ 
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