Di, 18. September 2018

USA brüskiert

09.12.2013 10:40

Teheran und Kabul beschlossen engere Kooperation

Der afghanische Präsident Hamid Karzai (li. im Bild) hat ein Kooperationsabkommen mit dem Iran beschlossen. Karzai habe während eines Besuchs beim iranischen Präsidenten Hassan Rohani (re.) in Teheran einem langfristigen Freundschaftsvertrag zugestimmt, erklärte ein Sprecher Karzais am Sonntag. Der Pakt regelt die regionale Sicherheit sowie die Zusammenarbeit in wirtschaftlichen und kulturellen Fragen. Für die USA ist der Pakt einen Rückschlag, denn er könnte eine Absage an Washington bedeuten.

Die Amerikaner versuchen schon seit geraumer Zeit, Karzai zu einer Sicherheitskooperation zu überreden, die auch langfristige Vereinbarungen nach dem NATO-Truppenabzug 2014 beinhalten soll. Aber gerade beim letzten Punkt spießen sich die Verhandlungen derzeit. Der afghanische Präsident lehnte vor Kurzem die geplante Unterzeichnung ab und deutete an, zunächst die Wahlen im April abwarten zu wollen.

Rohani: "Sicherheit des Landes in afghanische Hände legen"
Da kommt der Vorstoß des iranischen Staatschefs, der Karzai von einer engeren Kooperation mit den USA abriet, gerade zur rechten Zeit. "Alle fremde Truppen sollten aus der Region abgezogen werden", schrieb er auf seinem offiziellen Twitter-Account. "Afghanistans Sicherheit sollte in die Hände der Afghanen gelegt werden."

Bereits im August waren die beiden Staaten aufeinander zugegangen und beschlossen einestrategische Partnerschaft. Der neue Pakt ist aber weitaus umfangreicher.

NATO beendet 2014 ihren Kampfeinsatz in Afghanistan
Die NATO beendet 2014 ihren Kampfeinsatz in Afghanistan, plant ab 2015 aber eine Beratungsmission für den Aufbau und die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte. Voraussetzung dafür ist ein Truppenstatut. Kommt dieses nicht zustande, haben die USA mit dem vollständigen Abzug ihrer Soldaten gedroht, was aber gleichzeitig mit einer Schmälerung des amerikanischen Einflusses in der Region einhergehen würde.

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