Do, 21. Juni 2018

"Er soll verzichten"

27.11.2013 14:16

Riesenwirbel um Millionen-Pension für Peugeot-Chef

Durch eine Zusatzpension in der Höhe von insgesamt 21 Millionen Euro soll dem scheidenden Peugeot-Chef Philippe Varin (Bild) der Abgang vom französischen Autobauer versüßt werden. Politiker und Gewerkschaftsvertreter sind schockiert und fordern den 61-Jährigen auf, auf die Millionen-Pension zu verzichten.

Der 61-jährige Varin soll nächstes Jahr an der Spitze der PSA Peugeot Citroen durch den Ex-Manager von Renault, Carlos Tavares, abgelöst werden. Seit dem Bekanntwerden des Pensionsplans für Varin - die Nachrichtenagentur AFP berief sich in ihrer Berichterstattung auf ein firmeninternes Papier - gehen die Wogen in Frankreich hoch.

Finanzminister Pierre Moscovici forderte den Konzern auf, Klarheit zu der "unangemessenen" Pension für Varin herzustellen. Moscovici erinnerte nach einer Kabinettssitzung an die schwierige Lage des Unternehmens und daran, dass der Staat mit einer Sieben-Milliarden-Euro-Garantie für die PSA-Bank eingesprungen sei. Varin solle auf das Geld verzichten, forderte ein Gewerkschafter des Werks Aulnay, das nun wegen der schweren Krise des Konzerns geschlossen wird.

Peugeot-Chef: "Werde keinerlei Entschädigung erhalten"
Der scheidende PSA-Chef machte deutlich, dass er die Reaktionen verstehen könne, dass es sich aber um eine Fehlinterpretation handle. Er hob im Sender France Info hervor, dass er bei seinem Ausscheiden keinerlei Entschädigung erhalten werde. Er werde aber eine Zusatzpension von rund 300.000 Euro jährlich erhalten, räumte er ein. Dafür habe PSA 21 Millionen Euro zurückgestellt.

Historischer Nettoverlust beim Autokonzern
PSA Peugeot Citroen hatte im vergangenen Jahr den höchsten Nettoverlust seiner Geschichte hinnehmen müssen. Das Minus summierte sich auf fünf Milliarden Euro. Ein drastischer Sparplan, der die Streichung von insgesamt 8.000 Stellen in Frankreich vorsieht, hatte 2012 zu heftigen Auseinandersetzungen mit der sozialistischen Regierung in Paris geführt.

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