„Microsoft-Schmäh“

Telefonbetrüger machen Jagd im Namen großer Firmen

Tirol
11.07.2025 06:00

Vorsicht vor dem bekannten Computer-Schmäh und anderen Lockanrufen! Aktuell versuchen vermeintliche Servicemitarbeiter namhafter Firmen gehäuft, gutgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen oder an brisante Daten zu kommen.

„Ich arbeite bei Microsoft, und wir haben festgestellt, dass Ihre Geräte kurz vor einem Hackerangriff stehen.“ Mit Anrufen wie diesen versuchen findige Online-Betrüger derzeit wieder vermehrt ihr Glück. Ihr einziges Ziel: Ihren Opfern das Geld aus der Tasche zu ziehen oder sensible Daten zu stibitzen. Neben der Polizei warnte zuletzt unter anderem auch die Volksbank in Tirol ihre Kunden vor der gefinkelten Masche mit dem kriminellen Computer-Schmäh.

Probleme mit Konto oder PC werden vorgegaukelt
Demnach geben sich seit mehreren Wochen Gauner am Telefon als Servicemitarbeiter namhafter Unternehmen wie Microsoft, Amazon, PayPal oder auch diverser Geldinstitute aus und versuchen so, persönliche Daten und sogar Zugänge zum Online-Banking zu erschleichen. Während vielerorts die ausgewählten Opfer auf die Tricks hineinfallen, durchschaute ein wehrhafter Mann unlängst die Taktik der Kriminellen: „Der ausländische Akzent und vor allem die fehlende Computer-Expertise kamen mir gleich komisch vor. Ich habe natürlich sofort den Hörer aufgelegt“, erklärte er gegenüber der „Krone“.

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Der ausländische Akzent und vor allem die fehlende Computer-Expertise kamen mir gleich komisch vor.

Ein wehrhafter „Krone“-Leser, der den Betrug erkannte

Laut der Volksbank-Warnung wirken die Täter in vielen Fällen aber äußerst seriös, sind zuvorkommend und hilfsbereit. „Die Betrüger versuchen dabei, ihre Opfer davon zu überzeugen, dass Probleme mit dem Nutzerprofil, dem Computer oder dem Bankkonto bestehen“, skizziert man bei der Bank die dreiste Masche. In weiterer Folge soll den Betrügern mittels Fernzugriffssoftware Zugriff auf das System gestattet werden. Angebliche Testzahlungen oder Stornobuchungen in der Banking-App sollen die Opfer dann freigeben.

„Die Täter werden leider immer schlauer und verwischen ihre Spuren besser. Die wichtigsten Punkte für die Bevölkerung bleiben aber Aufmerksamkeit und Hausverstand“, betont man bei der Exekutive. Die Zahl dieser Delikte steige aber an.

Tipps der Volksbank gegen dreiste Telefon-Betrüger
Doch wie kann man sich schützen? Die Volksbank hat dabei einige Tipps parat:

  • Beenden Sie den Anruf, wenn man Sie nach persönlichen Zugangsdaten, wie zum Beispiel Passwörtern fragt.
  • Geben Sie keine Testzahlungen oder Stornobuchungen in der Banking-App frei.
  • Lassen Sie keine Zugriffe unbekannter Personen mittels Fernwartungssoftware auf Ihre Systeme zu.
  • Lassen Sie sich nicht durch Drohungen einschüchtern. Häufig behaupten die Betrüger, dass Ihre Konten gelöscht werden oder Sie Geld verlieren, wenn Sie sich nicht an ihre Anweisungen halten.
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