"Es ist schwierig, da wahrscheinlich auch sechs Punkte von uns nicht reichen werden", sprach Innenverteidiger Mario Sonnleitner Klartext. Dass die Rapidler das Heimspiel gegen Thun sowie die Auswärtspartie in Kiew gewinnen müssen, um die kleine Chance auf ein Weiterkommen am Leben zu halten, ist klar. Zudem benötigen die Wiener aber auch Schützenhilfe in den Duellen Genk - Kiew und Thun - Genk. Die Belgier (8) führen die Tabelle vor Kiew (7) und Thun (genauso wie Rapid 3) an.
Besonders bitter ist die schlechte Ausgangssituation der Rapidler, da sie in allen vier Partien nahe an einem Sieg dran waren, allerdings sowohl beim 0:1 in Thun, dem 2:2 gegen Kiew, dem 1:1 in Genk und dem 2:2 jetzt erfolglos blieben. "Unsere Aufstiegschancen sind nach wie vor da, aber klein geworden. Man muss sich schon anstrengen, sie zu sehen", war sich auch Sportdirektor Helmut Schulte bewusst. "Das Ergebnis sollte nicht die Sicht auf ein wirklich gutes Spiel unserer Mannschaft trüben", betonte Schulte.
Barisic: "Nur das Ergebnis hat nicht gepasst"
Das sah auch Trainer Zoran Barisic in seiner Analyse so. "Die Leistung war sehr gut. Wir haben gezeigt, dass wir gegen eine internationale Topmannschaft, die auch erfahrener ist, mehr als nur mithalten können. Nur das Ergebnis hat nicht gepasst", sagte der 43-Jährige. "Die Mannschaft hat viel Aufwand betrieben und hätte sich den Sieg verdient gehabt. Leider hat uns in einigen Momenten das Quäntchen Glück gefehlt", ergänzte der Wiener.
Wie so oft in der laufenden Europacupsaison fehlte Rapid die nötige Effizienz, zudem wurden viele Offensivaktionen nicht gut zu Ende gespielt. "Der letzte Pass ist uns oft nicht gelungen, wir hätten auch mehr den Abschluss aus der zweiten Reihe suchen müssen", war sich Barisic bewusst.
Getrübte Freude bei Boyd
Die Hütteldorfer gerieten wie in allen anderen Europa-League-Spielen zuvor schon vor der Pause durch das Elfmetertor von Serigne Mbodji (28.) in Rückstand. Diesmal gelang aber durch den Kopfball-Doppelpack von Terrence Boyd (40., 45.+2) noch vor dem Seitenwechsel vorerst die Wende. "Wir stehen dafür, dass wir nie aufgeben, das spricht für die Mannschaft", meinte Barisic. "Es ist schade, da wir einen Sieg gebraucht hätten. Die Freude über meine zwei Tore ist deshalb etwas getrübt", sagte Rapids Doppeltorschütze Boyd.
Thomas Buffel (60.) machte die Hoffnungen der Wiener auf den ersten Sieg aber noch zunichte. Louis Schaub (62.) ließ in der Folge eine Topchance auf das 3:2 aus, aufseiten Genks hätte allerdings auch der glücklose Jelle Vossen (71.) für die Entscheidung sorgen können.









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