Täter festgenommen
Norwegen: Mann ersticht in Bus drei Menschen
Der Überlandbus "Valdresekspressen" war auf dem Weg von Ardal nach Oslo. In den Bergen zwischen Ardal und Tyin stach der Mann die beiden Fahrgäste, eine 19-jährige Frau und einen etwa 50 Jahre alten Schweden, nieder. "Als letztes tötete er den 55-jährigen Busfahrer", berichtete ein Polizeisprecher.
Andere Autofahrer waren als erste an Ort und Stelle der grausamen Bluttat. Weil der Bus am Straßenrand stand, glaubten sie, er habe eine Panne oder sei in einen Unfall verwickelt. Ein Augenzeuge sagte dem Fernsehsender TV2: "Wir sahen eine Person in dem Bus und dachten, sie versucht herauszukommen. Aber dann sahen wir plötzlich, dass sie mit einem Messer umherging. Da haben wir gemerkt, dass die Situation doch eine ganz andere ist."
Ein anderer Augenzeuge berichtete dem Fernsehsender NRK, es sei ihm gelungen, eine der Bustüren von außen zu öffnen. "Zuerst sah ich das Mädchen am Boden liegen, und da verstand ich, dass es sich nicht um einen Unfall handelte." Der Täter sei im hinteren Teil des Busses gesessen. "Wir versuchten, mit ihm zu sprechen und fragten ihn, ob er Hilfe brauche. Er fasste sich an den Hals und wir dachten, er habe vielleicht Probleme beim Atmen. Als wir auf ihn zugingen, richtete er ein Messer gegen uns."
Motiv unklar
Die Feuerwehr war noch vor der Polizei am Tatort und stellte den Täter. Der Mann sei 30 Jahre alt und ein Flüchtling aus dem Südsudan, teilte die Polizei am späten Abend mit. Details zum Motiv nannte sie zunächst nicht. Laut den Ermittlern hat er aber vom genauen Zeitpunkt seiner Abschiebung nichts gewusst. Die Behörden gaben bekannt, dass der Asylantrag des Mannes nicht bearbeitet worden sei, weil er den Schengen-Raum erstmals in Spanien betreten hatte und bereits dort einen Antrag gestellt habe.
Nach Angaben der Ermittler hatte der 30-Jährige im Juli erfahren, dass er nach Spanien abgeschoben werden sollte. Seit August lebte der Mann in einem Haus, das zu einer dezentralen Asylbewerberunterkunft in Ardal gehört. Leiter Tor Brekke sagte dem Sender NRK: "Es gab kein Anzeichen, dass der Mann unstabil war. Er lebte in einer normalen Unterkunft mit anderen zusammen."















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