25.10.2013 16:39 |

Präsidentensuche

Rapid: Jetzt tritt Wahlchef Krammer selbst an

Rapids sportliches Lebenszeichen in der Europa League wird durch eine schräge Optik bei der Suche nach einem neuen Präsidenten in den Schatten gestellt. Nachdem Favorit Erich Kirisits von der Wahlkommission nicht unterstützt wurde, tritt nun der Wahlchef selbst an: Michael Krammer, ehemals Orange-Geschäftsführer.

Unglaublich: Da liefert Rapid mit dem 1:1 in Genk ein beachtliches sportliches Lebenszeichen, aber es gelingt, das in den Schatten zu stellen. Durch fragwürdige Entwicklungen in der Präsidentensuche. Vor dem Match in Genk erfuhr Kirisits, bis dahin der einzige Kandidat für die Nachfolge von Rudi Edlinger, während eines Geschäftsmeetings in Brüssel vom sechsköpfigen Wahlkomitee, dass seine Kandidatur nicht unterstützt wird.

Ein einstimmiger Beschluss, den die Klubvertreter Michael Krammer (war auch Chef der Reformkommission, die dafür sorgte, dass drei Vertreter der Fanszene in dem Komitee sitzen, was bei keinem vernünftig geführten Klub Europas üblich ist), Nikolaus Rosenauer und Kurt Dolinek sowie die drei Fan-Vertreter trafen.

Kapitän Steffen Hofmann erwies sich im Kabinengang von Genk als perfekter Kenner des grün-weißen Szene, als er zum Chaos der Pärsidentensuche meinte: "Es wird sich schon einer finden. Wahrscheinlich einer, der im Komitee sitzt."

Krammer: "Stelle mich dem Wahlkomitee"
Er behielt recht. Am Tag danach kündigte Krammer am Handy während eines Kurzurlaubs in Venedig an: "In Anbetracht der besonderen Entwicklung und Umstände werde ich mich dem Wahlkomitee stellen." Am Montag. Zuerst Chef der Reformkommission, als der er ausschloss, als Präsident zur Verfügung zu stehen; dann Wahlchef, der gegen Kirisits stimmte; nun Kandidat – viel schlechter kann die Optik nicht sein. Das sieht sehr nach abgekartetem Spiel aus.

Der 53-jährige Krammer war sechs Jahre lang Geschäftsführer des Mobilfunkanbieters Orange und dabei Rapid-Sponsor. Ach ja: Am Sonntag will Rapid im letzten Derby der Ära Edlinger dem scheidenden Präsidenten noch das Ende der sieglosen Serie gegen den violetten Erzrivalen schenken.

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