Punk-Problem

Polizei kann Exzesse nicht stoppen

Oberösterreich
15.11.2005 18:40
„Punks sind ein städtisches Sicherheitsproblem, aber nicht durch die Polizei zu lösen“, meint Sicherheitsdirektor Alois Lißl nach den Prügel-Attacken auf das Dienstauto von LH Pühringer und mehreren Verhaftungen. VP-Sicherheitssprecher Josef Hackl hält diese Randgruppe sehr wohl für gewaltbereit und fordert ein Sozialpaket der Stadt Linz.

Stunden nach dem Übergriff auf Landeshauptmann Pühringer gab´s drei Verhaftungen von Punkern. Wegen Aggressionen und Tätlichkeiten. Besonders problematisch bei dieser gesellschaftlichen Randgruppe sei - so Lißl - der hohe Alkoholkonsum. Zwar wären den Punks schon Arbeit oder Wohnungen angeboten worden, bislang aber ohne Erfolg. Lißl: „Das Problem ist nur durch Streetworker zu lösen.“ Zudem seien diese auffälligen Jugendlichen als „Wanderzirkus“ unterwegs: nachdem sie aus dem Donaupark und Lentos vertrieben wurden, sorgen sie jetzt am Taubenmarkt für erheblichen Ärger. Wenn´s jetzt kälter wird, dürften sie den Bahnhof oder Einkaufspassagen heimsuchen.

Polizei kann Flächenbrand nicht löschen
Der Linzer VP-Sicherheitssprecher Josef Hackl hält die Punks für gewaltbereit: „Es ist sehr wohl ein Problem auch der Polizei. Denn wir werden gerufen, wenn´s Ärger gibt.“ Allerdings, meint Hackl, könne „die Polizei nur den Flächenbrand eindämmen, nicht aber löschen.“ Dafür seien andere gefordert: Mit einem Sozialprojekt müsse versucht werden, diese Leute wieder ins „normale Leben“ zurückzuführen und in den Arbeitsprozess einzugliedern. Dabei dürfe es nicht am Geld scheitern.

 

 

 

 

 

 

Foto: Petschenig

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