Konflikt mit Spanien

Scolari sieht Stürmer Diego Costa als Brasilianer

Sport
21.10.2013 11:09
Brasiliens Teamchef Luiz Felipe Scolari wehrt sich dagegen, dass der gebürtige Brasilianer Diego Costa für Welt- und Europameister Spanien spielt. Scolari verwies am Sonntag im heimischen Sender Globo TV darauf, dass der momentan erfolgreichste Torjäger der spanischen Liga von Austria Wiens Champions-League-Gegner Atletico Madridim März zwei Testspiele für Brasilien gegen Italien und Russland bestritten hat. "Er kann nicht für eine andere Nationalmannschaft spielen", betonte Scolari.

Der Fußballverband des WM-Gastgeberlandes 2014 bescheinigte nach Angaben des spanischen Verbandes vergangene Woche allerdings, dass der 25-Jährige bisher keine offizielle Partie für den Rekordweltmeister absolviert hat. Damit dürfte Costa, der auch die spanische Staatsangehörigkeit besitzt, für die Iberer auflaufen.

Scolari könnte den Angreifer allerdings schon für die Testspiele gegen Honduras und Chile im November erneut einberufen. "Ich werde das tun, wann immer ich denke, dass es gemacht werden sollte", sagte Scolari. Er sei "der Einzige, der sagen kann, ob der Sportler nominiert wird", unterstrich der Coach, der den Gewinn des WM-Titels im kommenden Jahr als Verpflichtung und einzige Option bezeichnete.

Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque erklärte, es sei die persönliche Entscheidung von Diego Costa, für welches Land er spielen wolle. Der spanische Verband habe zwar ein Übereinkommen mit dem Angreifer getroffen, dies sei aber nicht endgültig.

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(Bild: KMM)



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