Tourismus-Bilanz

Vorarlberg zählte vergangenen Winter mehr Urlauber

Vorarlberg
29.05.2025 10:05
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Im vergangenen Winter haben mehr Gäste ihren Urlaub in Vorarlberg verbracht als noch im Jahr zuvor. Trotz der Steigerung um über zwei Prozent betont der zuständige Landesrat, dass die Wettbewerbsfähigkeit gefördert werden sollte. 

Rund 1,31 Millionen Gäste fanden in der abgelaufenen Wintersaison den Weg nach Vorarlberg, damit konnte im Vergleich zur Vorsaison eine Steigerung der Ankünfte um 2,5 Prozent erreicht werden. Die Zahl der Nächtigungen belief sich auf fast fünf Millionen. 

Die gewerblichen Beherbergungsbetriebe verzeichneten eine Nächtigungssteigerung von 2,2 Prozent, während Privatquartiere und andere Unterkünfte einen Rückgang erlebten. Die durchschnittliche Verweildauer der Urlauber ist im Vergleich zur Vorjahressaison auf 3,79 Tage jedoch leicht gesunken, was den Trend zu kürzeren, aber häufigeren Reisen bestätigt. „Kürzere Aufenthalte und gestiegene Kosten führen zu einem schwierigeren Wettbewerbs- und Kostenumfeld für die Vorarlberger Unternehmen. Dem gilt es gezielt entgegenzutreten und die richtigen Maßnahmen zu setzen“, betont Tourismuslandesrat Marco Tittler (ÖVP).

Starke Kernmärkte
Tittler denkt dabei an Abbau von Bürokratie oder an die Stärkung des Fachkräftemarkts. Nur so könne den Gästen der gewohnt hohe Qualitätsstandard geboten werden. Von einem „respektablen Ergebnis“ spricht Tourismusdirektor Christian Schützinger. Besonders erfreulich ist für ihn der hohe Zuspruch von Gästen aus den Kernmärkten. „Neben den stabilen Zahlen aus Deutschland haben im vergangenen Winter deutlich mehr Menschen aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden ihren Urlaub in Vorarlberg verbracht als im Vorjahr.“ Auch die Übersee- und osteuropäischen Märkte hätten stark zugelegt. „UrlauberInnen aus den starken Wintersport-Ländern wie Polen und Tschechien sind wieder zurückgekehrt, und auch der britische Markt befindet sich im Aufwärtstrend – trotz des Brexits“, betont der Tourismus-Fachmann.

Sommer könnte positiv verlaufen
Aufgrund dieser Entwicklungen wirft Schützinger auch einen optimistischen Blick in Richtung Sommersaison. In den für Vorarlberg wichtigsten Märkten Deutschland, Schweiz, Niederlande und Österreich zeige sich laut einer europaweiten Marktanalyse eine höhere Reisebereitschaft als in den Vorjahren. „Die Befragten gaben an, mehr Lust, Zeit und Geld für Sommerurlaube zu haben“, sagt Schützinger. Laut der Studie hat knapp die Hälfte aller Menschen mit Österreich-Reiseplänen ihren Sommerurlaub bereits Ende März komplett oder zumindest teilweise gebucht. 

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