An den Landeskliniken

Implantate fürs Gesicht aus dem 3D-Drucker

Salzburg
19.05.2025 11:30
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Das 3D-Druck-Labor der Salzburger Landeskliniken wird für Implantate und Gipsverbände immer wichtiger für das Spital. Neben Implantaten fürs Gesicht sollen bald Unterarm-Gipse für Kinder aus dem 3D-Drucker kommen.

Immer neue Implantate und Teile für Implantate steuert das 3D-Druck-Labor für den Betrieb der Salzburger Landeskliniken bei. Seit Herbst 2023 darf das 3D-Druck-Labor am Uniklinikum Salzburg selbst ausgedruckte Teile der Schädeldecke (Kranialplatten) den Patienten einsetzen. 

Allein dafür war ein eineinhalb Jahre lang dauernder Zertifizierungsprozess nach den MDR (Medical Device Regulation) vorangegangen. Nun wird ein neuer Zertifizierungsprozess für sieben verschiedene Auflagerungen für das Gesicht vorbereitet: linker und rechter Kieferwinkel, Kinn, Stirn, linkes und rechtes Jochbein sowie Hinterhaupt. 

„Diese Auflagerungen werden zum Beispiel Patienten eingesetzt, um schwere Fehlbildungen des Schädels zu korrigieren, unter denen die Personen seit ihrer Geburt leiden“, sagt Simon Enzinger, Geschäftsführender Oberarzt der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an den Landeskliniken.

Ein zweites Projekt läuft gemeinsam mit der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie sowie mit einem Schweizer Start-up, dessen Gründer Unfallchirurg ist: Kinder sollen am Uniklinikum Salzburg in Zukunft einen „Unterarm-Gips“ aus dem 3D-Drucker erhalten.

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