Rotes Kreuz warnt:

43 Millionen Europäer haben nicht genug zu essen

Ausland
10.10.2013 11:42
"120 Millionen Europäer sind armutsgefährdet und 43 Millionen von ihnen haben nicht genug zu essen": Dieses erschreckende Ergebnis einer Untersuchung hat die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften am Donnerstag veröffentlicht. Die Studie ging der Frage nach, welche humanitären Auswirkungen die Wirtschaftskrise hat. In Österreich sind über eine Million Menschen armutsgefährdet.

An der Erhebung haben 42 Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften aus Europa und Zentralasien teilgenommen. "Die Ergebnisse des Reports sind alarmierend", sagte Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, das auch an der Studie teilgenommen hat, am Donnerstag. "43 Millionen Europäer haben nicht genug zu essen. Innerhalb der vergangenen drei Jahre stieg die Anzahl der Menschen, die Nahrungsmittel vom Roten Kreuz erhielten, europaweit um 75 Prozent", so Kerschbaum.

Laut dem Bericht erhalten 3,5 Millionen Menschen in Europa regelmäßig Nahrungsmittel vom Roten Kreuz. Besonders dramatisch ist demnach die Lage in Spanien, wo 1,2 Millionen Menschen versorgt werden müssen.

Mehr als eine Million Menschen in Ö armutsgefährdet
"Obwohl Österreich weit weniger stark von der Krise betroffen ist als andere europäische Länder, sind auch hier mehr als eine Million Menschen armutsgefährdet", beklagte Kerschbaum. Das Österreichische Rote Kreuz verteilt an 80 Ausgabestellen der Team Österreich Tafel wöchentlich Lebensmittel an Bedürftige.

Viele Menschen in Europa leiden aber nicht nur an Hunger, sondern vermehrt auch an Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen. Der Rot-Kreuz-Bericht stellt in diesen Bereichen ebenfalls eine steigende Nachfrage nach Betreuungsangeboten der Hilfsorganisation fest.

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