Ohne Kinder keine Zukunft – das gilt auch für das heimische Unternehmertum. Und doch steht es dort um den Stellenwert der Sprösslinge nicht gut.
Es ist ein zwiespältiges Ergebnis, das die aktuelle Studie des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) liefert. Im Auftrag der Wirtschaftskammer wurde der Stellenwert der Kinder für die Entwicklung Niederösterreichs erhoben. 83 % sehen demnach den Nachwuchs als essenziell für die Stabilität des Sozialsystems an, 73 % betonen dessen Bedeutung für die wirtschaftliche Zukunft.
Schlechtes Zeugnis
Allerdings wird offenbar zu wenig getan, um Kinder auf diese Zukunft vorzubereiten. 78 Prozent der Bevölkerung stellen der wirtschaftlichen Bildung in der Schule ein schlechtes oder gar sehr schlechtes Zeugnis aus. 92 % wünschen sich eine stärkere Vorbereitung der Jungen auf die Herausforderungen des Wirtschaftslebens. „Dem Nachwuchs sollen wirtschaftliche Kompetenzen mit auf den Weg gegeben werden – frühzeitig, verständlich und praxisnah“, fasst Meinungsforscher Christoph Haselmayer (IFDD) die Forderung der Niederösterreicher zusammen.
Stellenwert der Familie
Immerhin 60 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die Familie in der Gesellschaft wertgeschätzt wird. Aber: Familie und Job unter einen Hut zu kriegen, wird als schwierig erachtet. Nur knapp mehr als die Hälfte sieht da ausreichend Rücksichtnahme bei den Arbeitgebern.
Es ist also einiges zu tun – vor allem beim Heranführen der Jugend ans Unternehmertum. Wirtschaftsskammer-Präsident Wolfgang Ecker betont: „Wo heute wirtschaftliche Bildung beginnt, wächst morgen der Erfolg.“
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