08.11.2005 07:33 |

Weltraum-Müll

Neue ISS-Crew besteht Feuertaufe im All

Nach fast fünfeinhalbstündiger Arbeit hat die neue Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS ihren ersten Außeneinsatz im All erfolgreich abgeschlossen. Kommandant Bill McArthur (USA) und Flugingenieur Waleri Tokarew (Russland) montierten Kamera-Augen an der ISS und entsorgten ein ausgedientes Messgerät im All. Gegen 21.45 Uhr (MEZ) stiegen sie in die Raumstation zurück.

Den Raumfahrern blieb sogar Zeit, einen kaputten Trennschalter auf dem Transportsystem zu ersetzen und einen zerbrochenen Heizmotor zurückzuholen. Die Außenarbeiten hatten nach Angaben des Flugleitzentrums in Koroljow bei Moskau am Nachmittag (MEZ) mit einstündiger Verspätung begonnen, weil Tokarew vergessen hatte, einen Hahn zum Druckausgleich in der Ausstiegschleuse zu öffnen.

Hand in Hand zum linken Flügel
"Es ist fantastisch", sagte McArthur, nachdem er die Ausstiegschleuse geöffnet und einen ersten Blick nach draußen geworfen hatte. Hand in Hand hangelte er sich dann mit Tokarew zum 18 Meter entfernten linken Flügel der Raumstation, wo er die Kamera samt Ständer und Scheinwerfer anbrachte.

Erstmals seit zwei Jahren konnten die ISS-Bewohner wieder die Ausstiegschleuse am amerikanischen Teil der Station nutzen und damit auch wieder die amerikanischen Raumanzüge tragen. Die Raumfähre "Discovery" hatte im Juli die neue Montur und einen neuen Wärmetauscher für die Ausstiegschleuse gebracht, an der unmittelbar nach dem "Columbia"-Unglück 2003 ein Defekt entdeckt worden war. Die "Discovery" war das erste Shuttle, das nach der Katastrophe die ISS angeflogen hatte.

Sonntag, 20. Juni 2021
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