24.09.2013 15:39 |

Große Anteilnahme

Zwei Opfer nach Wilderer-Drama in NÖ beigesetzt

In ihren Heimatgemeinden Randegg bzw. Annaberg in Niederösterreich sind am Dienstag zwei der Opfer des Wilderers Alois Huber beigesetzt worden. Bei den Begräbnisfeierlichkeiten für den Polizeibeamten Johann E.(51) und den Rettungssanitäter Johann D. (70) war die Anteilnahme auch seitens der Bevölkerung sehr groß. Die beiden weiteren durch Schüsse getöteten Beamten werden ebenfalls noch in dieser Woche ihre letzten Ruhestätten finden.

Die knapp 2.000 Einwohner zählende Marktgemeinde Randegg wirkte am frühen Dienstagnachmittag wie leergefegt. Die Durchfahrt war wegen der Trauerfeierlichkeiten für den Gruppeninspektor gesperrt. In und vor der Kirche sowie im nahen Turnsaal der Volks- und Hauptschule, wohin die Messe ebenfalls übertragen wurde, versammelten sich nicht nur zahlreiche Menschen aus dem Ort.

Auch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptmann Erwin Pröll, der Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler, die Geschäftsleitung der Landespolizeidirektion NÖ mit Landespolizeidirektor Franz Prucher an der Spitze sowie Cobra-Chef Bernhard Treibenreif waren gekommen. Diözesanbischof Klaus Küng wirkte als Konzelebrant bei der Trauermesse. Neben zahlreichen Polizeikollegen nahmen auch Abordnungen des Kameradschaftsbundes und des Roten Kreuzes Abschied von dem 51-Jährigen.

"Opfer eines abscheulichen Verbrechens"
Niemand könne die Frage nach dem Warum beantworten, sagte Mikl-Leitner in ihrer Trauerrede. E. sei mehr als 30 Jahre im Polizeidienst gestanden und "Opfer eines abscheulichen Verbrechens geworden". E. hinterlässt seine Frau und seine Tochter.

"Beschütze die Polizisten in ihrem Dienst", hieß es in einer der Fürbitten. Erinnert wurde bei der Trauermesse auch daran, dass dem getöteten Beamten, in der Gemeinde "der Hans" genannt, die Polizei eine "zweite Familie" gewesen sei. E. sei "viel zu früh und gewaltsam aus unserer Mitte gerissen" worden, war auf dem Text zum Sterbebild zu lesen. Und: "Du hast immer Dein Bestes gegeben. Du hast für alle das Beste getan. Doch nun ist das Beste gegangen."

Ehrenwache für Sanitäter
Ebenfalls am Dienstagnachmittag wurde im 976 Meter hoch gelegenen Annaberg der getötete Sanitäter zur letzten Ruhe geleitet. Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Uniform hielten Ehrenwache an seinem Sarg (Bild). Polizei und Bergrettung stellten bei der Trauerfeier ebenfalls Abordnungen.

Die Messe wurde wie in Randegg ins Freie übertragen. Der 70-Jährige fand auf jenem Friedhof in der knapp 600 Einwohner zählenden Gemeinde seine letzte Ruhestätte, auf dem sich auch das Grab der früheren Innenministerin Liese Prokop befindet.

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