Massiver Qualm

Brand im Müllzentrum: Elektroschrott als Auslöser

Niederösterreich
25.04.2025 10:00

110 Feuerwehrmitglieder kämpften im niederösterreichischen Bezirk Zwettl gegen Flammen. Brandgefährlich dabei war, dass das Feuer voll auf 40 Tonnen Papier in der Nebenhalle und den angrenzenden Wald überzugreifen drohte. 90 Flaschen Atemluft wurden im Löscheinsatz benötigt. 

Großeinsatz am Donnerstag für 13 Feuerwehren im Waldviertel: Zwei Lagerhallen beim Abfallübernahmezentrum des Entsorgungsbetriebs Brantner-Dürr in Kleinschönau bei Zwettl standen in Brand. Die Einsatzkräfte wurden gegen 10 Uhr alarmiert, bereits um 11 Uhr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden.

Großes Übergreifen auf Papier und Wald verhindert
„Durch das rasche Eingreifen konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden“, sagte Klaus Stebal vom Landesfeuerwehrkommando auf „Krone“-Anfrage. In einer Lagerhalle brach beim fünf Tonnen schweren Elektroschrotthaufen das Feuer aus. Während das Altspeiseöl, das ebenfalls in der Halle gelagert blieb, vom Feuer verschont wurde, wurde auch das Batterielager neben dem gelagerten Elektroschrott ein Raub der Flammen. Vermutet wird, dass ein Akku dort den Brand auslöste.

90 Flaschen Atemluft verbraucht
Einsatzleiter Klaus Böhm, Kommandant der örtlichen Feuerwehr, berichtet vom Kampf gegen die Flammen: „Es gab massive Rauchentwicklung, wir konnten ohne Atemschutz nicht in die Halle.“ Ganze 90 Flaschen Atemluft wurden von den 110 Feuerwehrmitgliedern im Löscheinsatz benötigt.

Immer wieder sprangen die Flammen auch auf das 40 Tonnen umfassende Kartonagen- und Papierlager in der Nachbarhalle über – dort mussten dann mühsam Glutnester geortet und abgelöscht werden. Auch drohte das Feuer auf den angrenzenden Wald überzugreifen. „Brand Aus“ hieß es um 15.30 Uhr.

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