Sie duften gut, fühlen sich angenehm an – und manche enthalten dennoch Stoffe, die alles andere als beruhigend sind. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 15 Bodylotions unter die Lupe genommen – mit überraschendem Ergebnis: Zwei Produkte schnitten „sehr gut“ ab, sechs „gut“, vier nur „durchschnittlich“ – und der Rest fiel wegen bedenklicher Inhaltsstoffe negativ auf.
Zwar pflegen alle getesteten Lotionen die Haut gut und spenden Feuchtigkeit. Doch bei einigen Produkten trübten sogenannte „endokrine Disruptoren“ das Bild. Dabei handelt es sich um Chemikalien, die wie Hormone wirken können. „Meist sind sie nicht akut giftig. Sie stehen jedoch im Verdacht, wichtige Entwicklungsprozesse zu stören“, erläuterten die VKI-Fachleute.
Versteckte Gefahren im Pflegefläschchen
Föten im Mutterleib, Kleinkinder und Pubertierende würden besonders empfindlich reagieren. Diese Stoffe werden sogar mit Erkrankungen wie Unfruchtbarkeit, bestimmten Krebsarten, Diabetes und Herzproblemen in Verbindung gebracht. „Einige dieser Chemikalien wirken bereits in sehr geringen Mengen“, warnen die Expertinnen und Experten.
Mehr Allergie-Risiko durch Duftstoffe
Auffällig: In den Lotionen mit hormonähnlichen Substanzen fanden sich häufig auch vergleichsweise viele allergieauslösende Duftstoffe. Das bedeutet nicht nur ein höheres Risiko für sensible Haut, sondern auch einen klaren Minuspunkt in der Bewertung.
Die gute Nachricht: Es geht auch anders – und günstig! Testsieger wurde ausgerechnet ein Eigenmarken-Produkt einer bekannten Drogeriekette, das mit nur 0,49 Euro pro 100 Milliliter besonders preiswert ist. Qualität muss also nicht teuer sein.
Ein kleiner Wermutstropfen: Bei Verpackung und Dosierbarkeit gibt es laut VKI noch Verbesserungsbedarf – etwa beim Verhältnis von Inhalt zu Plastik.
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