320 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht Niederösterreich derzeit. Um rund 25 Prozent wird dieser Bedarf in Niederösterreich in den kommenden 25 Jahren ansteigen. Das prognostizieren Fachleute. Die große Frage: Gibt es dafür ausreichend Reserven?
Das weite Land verfügt über ausreichend Wasser – zumindest in der Gegenwart ist das so: „Wir können den gesamten Bedarf aus Grund- und Quellwasser decken“, betont Landesvize Stephan Pernkopf. Allerdings sind die Vorkommen unterschiedlich verteilt. Daher ist ein überregionales Leitungsnetz nötig, um auch bei längeren Dürre- und Hitzeperioden die Versorgung landesweit sicherzustellen.
Ausbau des Leitungsnetzes
Als österreichweit zweitgrößter Wasserversorger betreibt die EVN 100 Brunnenfelder, von wo aus täglich rund 90 Millionen Liter Trinkwasser geliefert werden. Drei Eckpfeiler sollen die Versorgungssicherheit garantieren: Sicherung von Brunnen und Quellen, sorgsamer Umgang mit Wasser und Ausbau des Leitungsnetzes. Derzeit wird eine leistungsstarke Transportleitung ins Waldviertel gebaut – die Fertigstellung ist bis zum Jahresende geplant.
Wasser-Export nach Wien
320 Millionen Kubikmeter des kühlen Nasses fließen derzeit jährlich über 21.000 Kilometer Leitungen in die heimischen Haushalte. Davon gehen 40 Prozent an die Haushalte und Gewerbebetriebe, 25 Prozent verbraucht die Industrie und 15 Prozent benötigt die Landwirtschaft. „Und rund ein Fünftel unseres Trinkwassers exportieren wir nach Wien“, betont Pernkopf. Bis 2050 soll der jährliche Bedarf im weiten Land übrigens auf rund 400 Millionen Kubikmeter steigen, zeigen Studien. Doch müssen wir uns deshalb Sorgen um unsere Wasservorräte machen? Die Experten beruhigen: Das Wasserdargebot in NÖ – also jene Wassermenge, die potenziell genutzt werden kann – wird auf 880 Millionen Kubikmeter geschätzt.
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