Brustkrebs-Kampf

Anastacia fühlte sich von Ärzten im Stich gelassen

Society International
27.03.2025 17:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Zweimal musste die Sängerin Anastacia gegen Brustkrebs kämpfen – und beide Male fühlte sie sich von ihren Ärzten im Stich gelassen. Besonders die mangelnde Aufklärung über nicht genetische Risikofaktoren stößt bei ihr auf Kritik.

Im „Turning Points“-Podcast äußerte die 56-Jährige ihre Frustration: „Ich fühlte mich von der Medizin verraten. Ärzte fragen, gibt es Brustkrebs in der Familie? Ich sage nein – und damit ist das Thema für sie erledigt.“ Dabei sind laut Statistiken rund 70 Prozent der Brustkrebsfälle nicht genetisch bedingt. Warum wird diese Frage also so in den Vordergrund gestellt, wenn die meisten Fälle andere Ursachen haben, fragt sich Anastacia.

Unzureichend informiert
Die Sängerin bemängelt zudem, dass Patientinnen oft unzureichend über mögliche Risikofaktoren informiert werden.  „Sie sagen: ,Es ist wirklich schwer für uns als Ärzte, weil wir dir nicht sagen können, was du nicht tun solltest‘“, schilderte der Star. 

Es gibt keine bestimmte Ursache
Dann zählte auf: „Wir können dir nicht sagen, dass es an der Ernährung liegt, wir können dir nicht sagen, dass es an der Luft liegt, wir können dir nicht sagen, dass es am Stress liegt, wir können dir nicht sagen, dass es etwas Bestimmtes ist, es ist wahrscheinlich alles davon, aber es passiert definitiv häufiger als es genetisch bedingt ist.“

Anastacia möchte mit ihrer Offenheit ein Umdenken in der Medizin anstoßen. Nach ihrer ersten Brustkrebsdiagnose im Jahr 2003 galt sie zunächst als geheilt. Doch zehn Jahre später kehrte die Krankheit zurück. Daraufhin ließ sie beide Brüste amputieren und setzt sich seitdem für eine umfassendere Aufklärung über Brustkrebs ein.

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