Nach Lob für Trump

Kirche rüffelt oststeirischen Krawall-Pfarrer

Steiermark
19.03.2025 18:06
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Nach einer mehrtägigen „Schrecksekunde“ setzt es einen offiziellen Rüffel für Roger Ibounigg, Pfarrer von Pöllauberg. Die Katholische Aktion Steiermark distanziert sich von seinen jüngsten Aussagen, darunter seinem Lob für Donald Trump.  

„Als Katholische Aktion Steiermark haben wir auf eine Zeitungsmeldung hin zahlreiche negative Rückmeldungen bekommen. Demnach hat der berichtete Inhalt der Predigt in Pöllauberg viele Menschen schwer gekränkt und persönlich verletzt“, heißt es in einem Bericht auf der Homepage der Diözese Graz-Seckau vom Präsidium der Katholischen Aktion Steiermark. 

Was war passiert? In einer Predigt Ende Februar machte der erzkonservative Geistliche aus Pöllauberg einen Rundumschlag: Der „Teufel“ habe seine Finger im Spiel bei „angeblich 70 Geschlechtern“, den „Angriffen auf das ungeborene Leben“ oder der „Empfängnisregelung“.

Bei der „Ehe für alle“ stelle er sich wiederum die Frage, ob „das wirklich alle wollen“. Den neuen US-Präsidenten stellte er in den Mittelpunkt seiner Predigt: „Unter Trump gibt es nur zwei Geschlechter. Der viel geschmähte Trump! (...) Es ist unglaublich, aber ich habe innerlich gejubelt, als ich die Inaugurationsrede gehört habe.“ Weiter ging es mit „irrem Gender-Wahn“ und „satanistischen“ Regenbogen-Fahnen.

Trump „mit christlichen Grundsätzen nicht vereinbar“
Die Katholische Aktion distanziert sich davon nun. Homosexualität sei „weder ,göttlicher Pfusch‘ noch Sünde“. Die „Machtpolitik, die Donald Trump als Präsident der USA derzeit betreibt“ sei „mit christlichen Grundsätzen nicht vereinbar“. Schlusssatz: „Die Diözese Graz-Seckau teilt dies uneingeschränkt.“

Ibounigg wird nun zu einem klärenden Gespräch nach Graz gebeten.

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